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The British Folk Revival: 1944-2002
Dieser Titel wurde erstmals 2003 veröffentlicht. Dieses Werk betrachtet das Folk-Revival der Nachkriegszeit in Großbritannien aus der Perspektive der Popularmusikforschung.
Michael Brocken liefert einen historischen Abriss des Folk-Revivals von den 1940er bis in die 1990er Jahre, beginnend mit der Entstehung des Revivals innerhalb und im Umfeld der linken Bewegungen der 1940er und 1950er Jahre. Schlüsselfiguren und Organisationen wie die Workers' Music Association, die BBC, die English Folk Dance and Song Society, A. L.
Lloyd und Ewan MacColl werden eingehend untersucht. Anhand der Arbeit von Splittergruppen der Britischen Kommunistischen Partei kann man die Brechung der Volksmusik als politisches Instrument erkennen.
Brocken stellt die Folk-Historizität und die interne Erzählung offen in Frage, indem er die Konvergenz von Folk und Pop in den 1950er und 1960er Jahren diskutiert. Die bedeutsame Entwicklung des Folk/Rock-Hybrids wird zusammen mit "Klasse", "Americana", Radio und der Stärke der Popkultur betrachtet. Brocken zeigt, wie die Dichotomie von künstlerischer (natürlicher) und industrieller (massenproduzierter) Musik seit den 1970er Jahren zu einer Fragmentierung und Verengung des Folk-Revivals geführt hat.
Die Studie schließt mit einem Blick auf den Aufschwung der Folk-Musikindustrie, das Wachstum von Festivals und die Auswirkungen des Internets auf das britische Folk-Revival. Brocken schlägt vor, dass der Weg in die Zukunft darin bestehen sollte, anzuerkennen, dass die Folk-Musik nicht übergeordnet ist, sondern tatsächlich eine Form der populären Musik ist.