
The Book of Jubilees: Rewritten Bible, Redaction, Ideology and Theology
Die Jubiläen sind ein pseudepigrafisches Werk aus dem zweiten Jahrhundert v.
Chr., das in den Schriftrollen vom Toten Meer erhalten geblieben ist. In dem Buch wird der Pentateuch bis zur sinaitischen Offenbarung durch Hinzufügungen, Auslassungen und andere Änderungen neu geschrieben.
Gelehrte neigen dazu, es als ein einheitliches Werk zu betrachten, das von einem einzigen Autor verfasst wurde. Angesichts zahlreicher Widersprüche, sowohl in erzählerischen Details als auch in Fragen der Bibelauslegung, schlägt Michael Segal einen neuen Ansatz zum Verständnis der literarischen Entwicklung des Werks vor: Ein Redaktor stützte sich auf vorhandene Quellen, im Allgemeinen umgeschriebene biblische Erzählungen, und fügte sie in einen neuen literarischen Rahmen ein. Der einzigartige Beitrag des Redakteurs lässt sich im chronologischen Rahmen und in den rechtlichen Passagen erkennen.
Die internen Widersprüche zwischen den verschiedenen literarischen Gattungen sind das Ergebnis der literarischen Entwicklung des Buches. Diese quellenkritische Analyse offenbart ein einheitliches, vollständiges Weltbild in der redaktionellen Schicht des Buches, das sich zusammenfassen lässt.