Bewertung:

Das Buch wird für seine gründliche Recherche und seinen fesselnden Schreibstil hoch gelobt, da es das Leben der Bühnenrequisiten im Kontext des westlichen Dramas untersucht. Es bietet eine chronologische Erzählung und aufschlussreiche Spekulationen über die Rolle der Requisiten, was es unterhaltsam und informativ macht.
Vorteile:Der gut recherchierte, ansprechende und unterhaltsame Schreibstil führt chronologisch durch das westliche Drama, bietet Einblicke in das Leben der Requisiten und enthält konkrete Textbeispiele.
Nachteile:Manche mögen die Kombination von Ernsthaftigkeit und Humor in einer wissenschaftlichen Arbeit ungewöhnlich finden.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Stage Life of Props
In The Stage Life of Props versucht Andrew Sofer, bestimmten Requisiten die Aufführungsdimensionen zurückzugeben, die Literaturkritiker nicht zu sehen gewohnt sind, und dann zu zeigen, dass diese Requisiten nicht nur Accessoires, sondern Zeitmaschinen des Theaters sind.
Anhand von Fallstudien, die die eucharistische Hostie auf der mittelalterlichen Bühne, das blutige Taschentuch auf der elisabethanischen Bühne, den Totenkopf auf der jakobinischen Bühne, den Fächer auf der Bühne der Restauration und des frühen 18. Jahrhunderts und die Pistole auf der modernen Bühne untersuchen, zeigt Andrew Sofer, wie Bühnenrequisiten immer wieder dramatische Konventionen durchkreuzen und die theatrale Praxis neu beleben.
Während der Fokus auf spezifischen Objekten liegt, gibt Sofer uns auch einen umfassenden Überblick über ein halbes Jahrtausend Bühnengeschichte aus der Sicht der Requisite und zeigt, dass Bühnenrequisiten als materielle Geister eine Möglichkeit für Dramatiker sind, die Bühnenhandlung zu beleben, die theatralische Praxis zu hinterfragen und die dramatische Form neu zu beleben.
Andrew Sofer ist Assistenzprofessor für Englisch am Boston College. Zuvor war er als Regisseur tätig.