Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von spannenden Geschichten über Spione und Journalisten, die hauptsächlich im Kontext des National Press Club und historischer Spionageaktivitäten angesiedelt sind. Einige Leser bewundern den gut recherchierten und lebendigen Schreibstil, während andere das Buch wegen mangelnder Kohärenz und vermeintlicher politischer Voreingenommenheit kritisieren.
Vorteile:Gut recherchiert, fesselnd erzählt, interessante historische Anekdoten über Spionage und Journalismus, verständliche Sprache und unterhaltsame Erzählungen. Bietet einen Einblick in die dynamische Beziehung zwischen Journalismus und Geheimdiensten und wird allen empfohlen, die sich für Geschichte, Journalismus oder Spionage interessieren.
Nachteile:Langsamer Beginn mit langweiligen Details, einige Geschichten, die nicht direkt mit dem Hauptthema zusammenhängen, wahrgenommene politische Voreingenommenheit, und einige Leser haben das Gefühl, dass die Erzählung die Geschichte auswählt, um bestimmte Ansichten zu unterstützen. Außerdem kann die Darstellung von Journalisten unsympathisch oder übermäßig kritisch sein.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Bureau of Spies: The Secret Connections Between Espionage and Journalism in Washington
Bringt die lange Geschichte der Spione ans Licht, die sich in Washington als Journalisten ausgeben. Verdecktes Sammeln von Informationen, Propaganda, gefälschte Nachrichten, schmutzige Tricks - diese Werkzeuge des Spionagehandwerks werden seit sieben Jahrzehnten von Agenten eingesetzt, die sich im Washingtoner National Press Building verstecken.
Dieses aufschlussreiche Buch erzählt die Geschichte der Spionage, die sowohl von US-amerikanischen als auch von ausländischen Geheimdienstmitarbeitern nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt betrieben wurde. Der Journalist Steven T. Usdin beschreibt detailliert, wie Spione für Nazi-Deutschland, das kaiserliche Japan, die Sowjetunion und die CIA in den Büros, Fluren und Bars dieses bekannten Pressezentrums operierten, um militärische, politische und wirtschaftliche Geheimnisse zu sammeln.
Wie die umfangreichen Recherchen des Autors zeigen, sind die Bemühungen ausländischer Regierungen, amerikanische Wahlen zu beeinflussen, nichts Neues, und WikiLeaks ist nicht die erste Antigeheimnisgruppe, die riesige Mengen an geheimen Daten an die Öffentlichkeit gebracht hat. Neben anderen Fällen dokumentiert das Buch die Arbeit eines Journalisten, der eine geheime Geheimdienstorganisation gründete, die direkt an Präsident Franklin Roosevelt berichtete, und zwei Generationen sowjetischer Spione, die als TASS-Reporter verdeckt arbeiteten und das FBI umgingen.
Der Autor deckt auch die wichtige Rolle auf, die Journalisten in der Kubakrise spielten, und präsentiert Informationen über einen Spion, der am Watergate-Einbruch beteiligt war und zuvor den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Barry Goldwater für den damaligen Präsidenten Lyndon Johnson ausspioniert hatte. Auf der Grundlage von Interviews mit pensionierten CIA-, NSA-, FBI- und KGB-Beamten sowie freigegebenen und durchgesickerten Geheimdienstdokumenten zeigt diese faszinierende historische Erzählung, wie sich die Welten des Journalismus und der Geheimdienste manchmal überschneiden, und verdeutlicht die ethischen Probleme, die Spionage unweigerlich mit sich bringt.