Bewertung:

Das Buch 'What do I really Believe? (An Adventure in Self-Discovery)“ von Jack Mahoney untersucht die Überschneidung von christlichem Glauben und Evolutionstheorie und versucht, traditionelle Lehren wie die Erbsünde und die Sühne mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen. Das Buch regt zum Nachdenken darüber an, wie sich diese Überzeugungen im Lichte des heutigen Verständnisses weiterentwickeln können, und bietet eine neue Perspektive, die den Leser dazu anregt, lang gehegte Überzeugungen zu überdenken. Das Buch ist gut recherchiert und sehr aufschlussreich, aber auch anspruchsvoll zu lesen und kann die Geduld des Publikums auf die Probe stellen.
Vorteile:Bietet eine überzeugende und neue Perspektive auf die Integration von Christentum und Evolutionstheorie.
Nachteile:Gut recherchiert, mit zahlreichen Verweisen auf theologische und wissenschaftliche Konzepte.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Christianity in Evolution: An Exploration
Die Evolution hat zu einem neuen Verständnis der Realität geführt, mit revolutionären Folgen für das Christentum. In einer evolutionären Perspektive bedeutete die Inkarnation, dass Gott in die sich entwickelnde menschliche Spezies eintrat, um ihr zu helfen, den trinitarischen Altruismus nachzuahmen, nach dessen Bild sie geschaffen wurde, und ihrer Tendenz zur Selbstbezogenheit entgegenzuwirken.
In erster Linie bestand die evolutionäre Leistung Jesu jedoch darin, dem Tod in einem Akt von kosmischer Bedeutung entgegenzutreten und ihn zu überwinden, indem er die Menschheit in das höchste Stadium ihrer evolutionären Bestimmung, die volle Teilhabe am inneren Leben Gottes, einführte. Frühere Lehren wie die Erbsünde, der Sündenfall, das Opfer und die Sühne gehen auf die Auffassung zurück, dass der Tod die Strafe für die Sünde ist, und es wird gezeigt, dass sie nicht nur in sich selbst problematisch sind, sondern auch aus einer jüdischen Kultur hervorgegangen sind, die sich mit Sünde und Opfer beschäftigt hat und den Tod nicht anders erklären konnte. Der Tod Jesu am Kreuz wird nun als Erlösung der Menschheit gesehen, nicht von der Sünde, sondern von der individuellen Auslöschung und Sinnlosigkeit.
Der Tod wird nun als ein normaler Prozess angesehen, der alle Lebewesen betrifft, und die religiösen Lehren, die mit seiner Erklärung beim Menschen verbunden sind, sind nicht mehr erforderlich oder gerechtfertigt. Ähnliche evolutionäre Implikationen werden für andere Themen des christlichen Glaubens untersucht, darunter die Kirche, die Eucharistie, das Priestertum und das moralische Verhalten.