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The COIN of the Islamic Realm: Insurgencies & The Ottoman Empire, 1416-1916
Die Bekämpfung von Terrorgruppen ist heute eines der wichtigsten militärischen, geheimdienstlichen und außenpolitischen Themen in der Welt. Nach offiziellen Angaben des US-Außenministeriums geben mehr als drei Viertel der weltweiten Terrororganisationen den Islam als ihre Motivation an.
Die meisten von ihnen führen den gewaltsamen Dschihad mit dem Ziel, die Reichweite und Strenge des islamischen Rechts auszuweiten und ein Kalifat (wieder) zu errichten. Damit stellen sie eine aufständische Bedrohung für die bestehenden muslimischen Staaten und eine terroristische Gefahr für den Westen dar. Arbeiten zu diesem Thema befassen sich fast ausschließlich damit, wie westliche Mächte Terrorismus und Aufstände bekämpft haben: die Franzosen in Algerien, die Briten in Malaysia, die Amerikaner in Vietnam, im Irak und in Afghanistan, zum Beispiel.
Aber auch islamische Staaten mussten ihre eigenen muslimischen Aufstände bekämpfen, und zwar über Raum und Zeit hinweg. Das Osmanische Reich ist das beste Beispiel dafür.
Das osmanische Kalifat, das Gebiete auf drei Kontinenten (Asien, Europa und Afrika) kontrollierte und über 500 Jahre lang bestand, wurde von zahlreichen Bewegungen herausgefordert, die im Namen einer konkurrierenden Form des Islam den Dschihad erklärten. Sowohl diese Aufstände als auch die osmanischen Reaktionen auf die Aufstandsbekämpfung sind für sich genommen eine Untersuchung wert.
Sie können aber auch Aufschluss darüber geben, wie moderne Versionen dieser Bewegungen abgewehrt - und besiegt - werden könnten. Dieses Werk ist die erste Abhandlung des Themas in Buchform, verfasst von einem Experten für islamische Geschichte mit Erfahrung auf dem Gebiet der Terrorismusbekämpfung und der Aufstandsbekämpfung.