
Decolonizing Ear: Documentary Film Disrupts the Archive
Die Aufzeichnung indigener Stimmen ist eine der bekanntesten Methoden der kolonialen Ethnografie. In A Decolonizing Ear (Ein dekolonisierendes Ohr) bietet Olivia Landry eine skeptische Darstellung des Zuhörens als hochgradig vermittelter und extraktiver Akt, der durch Technologie und Ideologie beeinflusst wird.
Jahrhunderts, mit besonderem Augenmerk auf das deutsche Paradigma, zeigt sie die Verstrickung des Zuhörens in die Logik des euro-amerikanischen Imperiums und die Art und Weise, in der zeitgenössische Filme die Geschichte der kolonialen Klangreproduktion destabilisieren können. Landry liest mehrere unterschiedliche Dokumentarfilme aus den späten 1990er und frühen 2000er Jahren genau durch.
Das Buch widmet seine Aufmerksamkeit der Technologie und der Wissensproduktion, um zu untersuchen, wie diese Filme Aufnahmen aus verschiedenen kolonialen Tonarchiven verwenden und deren Zweck stören. Auf der Grundlage von Film- und Dokumentarfilmstudien, Sound Studies, Germanistik, Archivstudien, postkolonialen Studien und Mediengeschichte entwickelt A Decolonizing Ear eine Methode des dekolonisierenden Hörens, die auf den Erkenntnissen der Filme selbst beruht.