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German Military and the Weimar Republic: General Hans Von Seekt, General Erich Ludendorff and the Rise of Hitler
Ein Blick auf die Umstände und die gescheiterte Politik, die zum Aufstieg Hitlers nach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg führten.
General Hans von Seekt (1866-1936) war der militärische Gegenspieler der Weimarer Republik, der versuchte, die internationale Akzeptanz und Sicherheit Deutschlands nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Versailler Vertrag von 1919 wiederherzustellen. Das Scheitern beider Versuche führte schließlich zum Aufstieg Hitlers und des nationalsozialistischen Deutschlands.
Hans von Seekt stammte aus der traditionellen deutschen Offizierskaste, diente mit Auszeichnung im Krieg und wurde Chef der Heeresleitung im Reichswehrministerium der Weimarer Republik sowie Deutschlands "oberster Soldat" und großer Militärstratege. Seine Aufgabe war der Wiederaufbau der zerrütteten deutschen Armee angesichts der von den Entente-Siegermächten auferlegten Strafbedingungen für die Nachkriegszeit, die ihre Stärke drastisch reduzierten und ihr lähmende finanzielle Auflagen machten. Sein Ziel war es, ein modernes und effizientes Militär - eine neue deutsche Armee - aufzubauen, deren Hauptstrategie friedliche Verteidigungszwecke waren, und Deutschland wieder in die Gemeinschaft der Nationen aufzunehmen.
Dieser originellen und weitsichtigen Politik stand die Bewegung entgegen, die sich für die Niederlage rächen wollte - ein "Dolchstoß" -, angeführt vor allem von seinem Rivalen, General Erich Ludendorff, dessen Ziel es war, die einst mächtige deutsche kaiserliche Armee wieder zu einer internationalen Großmacht aufzubauen. Das Scheitern des von Seekt'schen Experiments spiegelte sich im Untergang der Weimarer Republik und im Aufstieg Hitlers und des nationalsozialistischen Deutschlands wider.