Bewertung:

Das Buch untersucht die Komplizenschaft der amerikanischen Wissenschaft mit Nazi-Deutschland während der 1930er Jahre, deckt wenig bekannte Geschichten auf und beschreibt die Haltung prominenter Institutionen und Einzelpersonen gegenüber jüdischem Leid und Antisemitismus. Während viele Leser das Buch für wichtig und aufschlussreich halten, kritisieren andere, es sei zu trocken und zu akademisch.
Vorteile:⬤ Gründliche Recherche mit wertvollen Einsichten
⬤ zeigt vergessene Helden und die dunklen Seiten der akademischen Welt auf
⬤ warnt rechtzeitig vor Selbstgefälligkeit im universitären Umfeld
⬤ relevant im heutigen Kontext der Außenbeziehungen.
⬤ Der dichte und wissenschaftliche Schreibstil mag nicht allen Lesern gefallen
⬤ manche finden ihn trocken oder langweilig
⬤ es wird ihnen vorgeworfen, dass es ihnen an einer breiteren Perspektive auf das Leiden jenseits jüdischer Themen mangelt
⬤ für Gelegenheitsleser wird das Buch als nicht ansprechend genug empfunden.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
The Third Reich in the Ivory Tower
Dies ist die erste systematische Untersuchung der Art und des Ausmaßes der Sympathie für Nazi-Deutschland an amerikanischen Universitäten in den 1930er Jahren.
Die Universitäten hatten großen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung, und viele der prominentesten Universitätsverwalter des Landes weigerten sich, eine prinzipielle Haltung gegen das Hitler-Regime einzunehmen. Die Universitäten hießen Nazifunktionäre auf dem Campus willkommen und nahmen begeistert an Studentenaustauschprogrammen mit nazifizierten Universitäten in Deutschland teil.
Amerikanische Pädagogen halfen Nazi-Deutschland, sein Image im Westen zu verbessern, während es die Verfolgung der Juden intensivierte und seine Streitkräfte verstärkte. Die Studie kontrastiert den bedeutenden Protest des amerikanischen Volkes gegen den Nationalsozialismus, der unmittelbar nach Hitlers Machtübernahme aufkam, mit der Ruhe auf dem Campus und der oft harten Behandlung derjenigen Studenten und Professoren durch die Verwaltung, die ihre Entschlossenheit zur Aufrechterhaltung freundschaftlicher Beziehungen zu Nazideutschland in Frage stellten.