Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung der historischen Beziehung zwischen dem Islam und dem afrikanischen Sklavenhandel und enthüllt die umfassende und oft brutale Rolle der muslimischen Sklaverei über Jahrhunderte hinweg. Es stellt frühere Missverständnisse über den Einfluss des Islam auf Afrika in Frage und regt zum Dialog über diese schwierige Geschichte an.
Vorteile:Das akribisch recherchierte und gut geschriebene Buch bietet eine überzeugende Perspektive auf die weniger bekannten Aspekte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika und hebt dessen Ausmaß und Brutalität hervor. Es bietet eine umfangreiche Dokumentation und einen historischen Kontext, was es zu einer wertvollen Quelle für das Verständnis dieser Themen macht. Die Leser schätzten die Ausgewogenheit, die Einblicke und den Aufruf des Autors zum interreligiösen Dialog.
Nachteile:Der Schreibstil kann anspruchsvoll und langatmig sein, was die Lektüre für manche schwierig macht. Kritiker merkten an, dass die wissenschaftliche Arbeit zwar reichhaltig ist, aber auch langatmig wirken kann. Darüber hinaus hielten einige Leser das Streben des Autors nach einem interreligiösen Dialog inmitten der dargestellten Schrecken für naiv oder unangemessen.
(basierend auf 39 Leserbewertungen)
The Legacy of Arab-Islam in Africa: A Quest for Inter-Religious Dialogue
Dieses nachdenkliche und herausfordernde Buch plädiert für eine Neubewertung der historischen Rolle des Islams in Afrika und gibt neue Hoffnung auf ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen den afrikanischen Völkern verschiedener Glaubensrichtungen.
Der Autor stützt sich auf eine Fülle von Quellen, von der Kolonialzeit bis zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, und stellt die weit verbreitete Auffassung in Frage, dass das Christentum die afrikanische Bevölkerung unterdrückte und unterjochte und der Islam sich bequem in die einheimische Landschaft einfügte. Stattdessen enthüllt dieser eindringliche Bericht, dass die muslimischen Siedler ebenso schuldig waren, Sklaverei und Bekehrung zu erzwingen, wie die ihrer mehr geschmähten Schwestertradition.
Nur wenn sie die wahre Rolle beider Religionen in der afrikanischen Geschichte anerkennen, so Azumah, können die Menschen beider Traditionen sich selbst und ihren Kontinent auf eine neue Zukunft der Toleranz und des Selbstbewusstseins zubewegen.