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Kakuma Refugee Camp: Humanitarian Urbanism in Kenya's Accidental City
Das kenianische Flüchtlingslager Kakuma ist eines der größten der Welt und beherbergt über 100.000 Menschen aus ganz Ost- und Zentralafrika. Obwohl es nominell immer noch ein „temporäres“ Lager ist, hat es sich zu einem permanenten städtischen Raum entwickelt, mit Unternehmen, Schulen, einem Krankenhaus und einem eigenen Gerichtssystem. Bram J. Jansen vertritt die Ansicht, dass solche Orte als „zufällige Städte“ anerkannt werden sollten, eine einzigartige Form der Urbanisierung, die von der Wissenschaft bisher übersehen wurde.
Auf der Grundlage umfangreicher ethnografischer Feldforschung erforscht Jansen in seinem Buch die Dynamik des Alltagslebens in solchen Zufallsstädten. Das Ergebnis ist ein ganzheitliches sozioökonomisches Bild, das über die herkömmliche Sichtweise solcher Räume als vorübergehend und trostlos hinausgeht und zeigt, wie ihre Bewohner eine dauerhafte Gesellschaft und eine unverwechselbare Identität entwickeln können. Das Buch bietet wichtige Einblicke in eine der größten Herausforderungen für humanitäre und internationale Entwicklungshelfer: Wie können wir effektivere Strategien für die Verwaltung von Flüchtlingslagern im globalen Süden und darüber hinaus entwickeln?
Kakuma Refugee Camp ist ein origineller Blick auf den afrikanischen Urbanismus und wird Praktiker und Akademiker aus dem Bereich der Sozialwissenschaften ansprechen, die sich für soziale und wirtschaftliche Fragen interessieren, die zunehmend im Mittelpunkt der heutigen Entwicklung stehen.