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The Common Good: An Introduction to Personalism
Unsere traditionellen Denkweisen über Politik und Gesellschaft sind überholt. Wir brauchen neue Bezugspunkte, um uns den möglichen Charakter, das Wachstum und das Funktionieren unseres privaten und gemeinsamen Lebens neu vorstellen zu können. Eine solche Neubestimmung würde bedeuten, dass wir den Individualismus, den Konsum-Materialismus und die Passivität des Staates, der sich um alles kümmert, aufgeben müssten.
Es gibt eine Alternative: Der Personalismus ist eine vergessene, aber goldene Perspektive auf die Menschheit, die zu beschreiben versucht, was der Mensch ist, und dann die sozialen Konsequenzen daraus zieht. Der Personalismus baut u. a. auf dem Denken von Martin Buber und Emmanuel Levinas auf und war eine Inspirationsquelle für Martin Luther King, Desmond Tutu und andere wichtige Persönlichkeiten der jüngeren Geschichte.
Dem Personalismus zufolge ist der Mensch beziehungsorientiert und engagiert und besitzt eine eigene Würde. Die Person und die Beziehung zwischen den Personen sind der universelle Ausgangspunkt: Der Mensch hat eine ihm innewohnende Würde, und gute Beziehungen zwischen den Menschen sind entscheidend für ein gutes, engagiertes Leben und eine gute Gesellschaft.
Der Personalismus ist im westlichen politischen Denken stark vernachlässigt worden. In diesem Buch versucht Jonas Norgaard Mortensen, in den Personalismus einzuführen und gleichzeitig seine historischen Ursprünge aufzuzeigen, den Leser mit seinen Denkern und denjenigen, die ihn praktiziert haben, vertraut zu machen und zu zeigen, dass der Personalismus einen höchst relevanten Beitrag zur Debatte über die heutigen sozialen und politischen Entwicklungen leisten kann.