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The Court at War: Fdr, His Justices, and the World They Made
Die Geschichte, wie ein Präsident die mächtigste juristische Institution des Landes für immer veränderte, mit Folgen, die bis heute andauern
Im Sommer 1941, im neunten Jahr seiner Präsidentschaft, hatte Franklin Roosevelt sein Gericht geformt. Er hatte sieben der neun Richter ernannt - so viele wie kein anderer Präsident außer George Washington - und den Obersten Richter persönlich ausgewählt.
Doch das Roosevelt-Gericht hatte zu Kriegszeiten zwei Gesichter. Das eine war kühn und fortschrittlich, das andere zurückhaltend und unterwürfig, eingeschüchtert durch das Charisma des verehrten Präsidenten.
The Court at War erforscht diese entscheidende Zeit. Es stellt eine Reihe unvergesslicher Charaktere unter den Richtern vor - vom temperamentvollen, in Wien geborenen Intellektuellen Felix Frankfurter bis hin zum Populisten Hugo Black aus Alabama; vom westlichen Wunderkind William O. Douglas, der von Roosevelt 1944 als Kandidat für die Präsidentschaftskandidatur ausgewählt wurde, bis hin zu Roosevelts ehemaligem Justizminister und Nürnberger Ankläger Robert Jackson.
Die schamlose Kapitulation der Richter und ihre mangelnde Bereitschaft, sich mit ihrem geliebten Präsidenten anzulegen, verdeutlichen die Gefahren einer ungebührlichen Nähe zwischen den Richtern des Obersten Gerichtshofs und ihren politischen Gönnern. Aber die besten Momente des FDR-Gerichtshofs waren auch eine solide Verteidigung der individuellen Rechte, die der aktuelle Gerichtshof in Gefahr gebracht hat. Sloans intimes Porträt ist eine lebendige, lehrreiche Geschichte für die heutige Zeit.