
Refiguring the Ordinary
Wenn sozialer, politischer und materieller Wandel einen dauerhaften Einfluss auf den Einzelnen und die Gesellschaft haben soll, muss er in die gewöhnliche Erfahrung integriert werden. Refiguring the Ordinary untersucht die Art und Weise, in der die Körper, Gewohnheiten, Umgebungen und Fähigkeiten des Einzelnen als Horizonte fungieren, die ihr Verständnis des Gewöhnlichen untermauern.
Diese Erfahrungsmerkmale sind laut Gail Weiss niemals neutral, sondern werden immer von Geschlecht, Ethnie, sozialer Klasse, ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität und der Wahrnehmung körperlicher Normalität beeinflusst. Während keine zwei Menschen das Gewöhnliche auf genau dieselbe Weise erleben, sind die Vielfältigkeit, die Möglichkeiten, die Überschneidungen und die Grenzen der Alltagshorizonte immer intersubjektiv konstituiert. Weiss richtet ihre Aufmerksamkeit darauf, die Bedingungen und Erfahrungen der Unterdrückung vom Gewöhnlichen zum Außergewöhnlichen zu verändern.
Dieses Buch ist eine beeindruckende phänomenologische, feministische Lektüre der Komplexität menschlicher Erfahrung. M.
V. Marder, Universität Toronto, Feb.
2009.