
The Toxic Ship: The Voyage of the Khian Sea and the Global Waste Trade
1986 begann die Khian Sea mit Tausenden von Tonnen Asche aus Verbrennungsanlagen in Philadelphia eine zweijährige Reise durch die Weltmeere auf der Suche nach einer Deponie. Der ursprüngliche Bestimmungsort und dann ein Land nach dem anderen verweigerten die Annahme der Abfälle.
Das Schiff lud schließlich einen Teil seiner Ladung unter falschem Vorwand in Haiti ab, und der restliche Abfall wurde illegal im Meer versenkt. Zwei Mitarbeiter der Reederei wurden schließlich strafrechtlich verurteilt. Simone M.
Mller nutzt die Reise der Khian Sea als Objektiv, um den globalen Handel mit gefährlichen Abfällen - die Verbringung von Materialien, die von veralteten Konsumgütern und Pestiziden bis hin zu Lastkähnen mit allen möglichen giftigen Abfällen reichen - von den 1970er Jahren bis heute zu beleuchten, die internationalen Knotenpunkte der Geschichte zu erforschen und die Schattenseiten des Umweltbewusstseins der Industrienationen bei der Verlagerung von Abfällen ins Ausland zu beschreiben. Mller hebt auch die Bedeutung des Beginns der Reise in Philadelphia hervor, einer Stadt mit einer bedeutenden afroamerikanischen Bevölkerung.
Die geografische Herkunft wirft ein Licht auf den Umweltrassismus innerhalb der Vereinigten Staaten im Kontext der globalen Geschichte der Umweltgerechtigkeit. Der Aktivismus als Reaktion auf die Reise des Schiffes war ein wichtiger Präzedenzfall, und dieses Buch bringt die vielen Stimmen zusammen, die den internationalen Handel mit gefährlichen Abfällen geprägt haben.