Bewertung:

Das Buch, ursprünglich die Dissertation von P. Romanus Cessario, untersucht den Begriff der Genugtuung in der katholischen Theologie und betont seine Bedeutung für das Verständnis der Rolle Jesu bei der Erlösung. Er kritisiert moderne Interpretationen, die wichtige historische und theologische Zusammenhänge übersehen, insbesondere die Ansichten von Thomas von Aquin im Vergleich zu anderen Theologen wie Bonaventura und Duns Scotus. Cessario verfolgt einen theologiegeschichtlichen Ansatz und argumentiert für die Bedeutung traditioneller Auffassungen von Genugtuung, während er sich gleichzeitig mit zeitgenössischen theologischen Debatten auseinandersetzt.
Vorteile:Das Buch wird wegen seiner detaillierten Erforschung eines komplexen theologischen Themas, das oft missverstanden wird, hoch geschätzt. Cessario schlägt wirkungsvoll eine Brücke zwischen historischen und modernen theologischen Perspektiven und gewährt Einblicke in die Beiträge von Aquin. Es gilt als einziges englischsprachiges Werk zum Thema Zufriedenheit und ist Teil einer angesehenen Reihe. Der Autor setzt sich engagiert mit zeitgenössischen Themen der Theologie auseinander und schätzt dabei den historischen Kontext.
Nachteile:Manche Leser mögen das Thema Zufriedenheit als fremd oder abstrakt empfinden, ohne unmittelbare Relevanz für ihre tägliche Glaubenserfahrung. Der historische Schwerpunkt des Buches mag diejenigen nicht ansprechen, die moderne theologische Ansätze bevorzugen. Cessarios Ruf als polarisierende Figur könnte die Wahrnehmung seines Werkes beeinflussen, und es besteht die Gefahr, dass einige traditionelle Ansichten nicht bei allen zeitgenössischen Theologen auf Resonanz stoßen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Godly Image: Christian Satisfaction in Aquinas
Interpretiert die Zufriedenheit im Kontext der göttlichen Barmherzigkeit und nicht der göttlichen Gerechtigkeit.
Dieser einzigartige Beitrag zur Satisfaktionsforschung verdankt sich in hohem Maße der Leistung des heiligen Thomas von Aquin. In diesem Sinne stellt das Buch eine Rückbesinnung auf die Theologie der Hochklassik dar.