Das Grand-Guignol-Kino und das Horrorgenre: Unheimliche Tableaus des Grauens, Körperlichkeit und die Sinne

Das Grand-Guignol-Kino und das Horrorgenre: Unheimliche Tableaus des Grauens, Körperlichkeit und die Sinne (Mario Degiglio-Bellemare)

Originaltitel:

Grand-Guignol Cinema and the Horror Genre: Sinister Tableaux of Dread, Corporeality and the Senses

Inhalt des Buches:

Das Grand-Guignol-Kino und das Horror-Genre zeichnet wichtige Beiträge des Goldenen Zeitalters des Pariser Grand-Guignol-Theaters als theoretische Überlegungen zu Verkörperung und Affekt in der Entwicklung des Horrorkinos im zwanzigsten Jahrhundert nach. Diese Studie zeichnet die Schlüsselkomponenten der Grand-Guignol-Bühne als Mittel zur Erforschung der immersiven und körperlichen Aspekte des Horrorkinos von der Tonperiode bis heute nach. Das Buch ist ein Mittel, um den Grand-Guignol nicht nur als historischen Ort und als Genre zu erforschen, sondern auch theoretisch, als konzeptioneller Rahmen, der eine affektive Kartierung der Grand-Guignol-Attraktionen im Kino ermöglicht.

In einem breiteren theoretischen Sinne positioniert Mario DeGiglio-Bellemare das Grand-Guignol-Kino in körperlicher und affektiver Hinsicht, um zentrale Themen des Goldenen Zeitalters des Grand-Guignol-Theaters im Rahmen der postrepräsentativen Analyse der Filmwissenschaft zu diskutieren. Die postrepräsentative Analyse zieht die Bedeutung aus der Materie oder der materiellen Intensität von Filmen; hier haben sowohl die Sinngebung (Repräsentation und Bedeutung) als auch das Empfinden (in einer eher körperlichen, sensorischen Weise) eine politische Relevanz, die sich über Geschlecht, Klasse, Ethnie und Sexualität erstreckt. Die Autorin setzt den Grand-Guignol als konzeptionelles Werkzeug ein, um seinen bedeutenden Einfluss auf das Horrorgenre aufzuzeigen, indem sie sich auf die vorherrschenden Themen des Grand-Guignol-Theaters konzentriert, die der filmische Horror in seiner eigenen immersiven Theatralik des Körperlichen und Sinnlichen aufgegriffen hat.

Die Wiederherstellung einer langen Grand-Guignol-Tradition im Kino macht diese Studie zu einem wichtigen Beitrag zu neuen Theorien des Horrors. Sie bringt scheinbar disparate Traditionen ins Gespräch, denn das amerikanische, kanadische, französische und italienische Kino sind allesamt wichtige Schauplätze für das Nachdenken über die filmische Verkörperung. Diese vier Länder haben ihre eigenen wichtigen Genres und Bewegungen des Grand-Guignol-Kinos entwickelt: den Slasher, die "französischen Sensationsfilme", den kanadischen "Body Horror" und den Giallo. Der Grand-Guignol war bekanntlich in einer Sackgasse der Straße Chaptal im Pariser Stadtteil Pigalle angesiedelt. Diese Studie bietet affektive und körperliche Lesarten, die neue Wege jenseits der Sackgasse psychoanalytischer Lesarten eröffnen, die in der Wissenschaft des Horrorgenres nach wie vor dominieren.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781839980961
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2023
Seitenzahl:270

Kauf:

Derzeit verfügbar, auf Lager.

Ich kaufe es!

Weitere Bücher des Autors:

Das Grand-Guignol-Kino und das Horrorgenre: Unheimliche Tableaus des Grauens, Körperlichkeit und die...
Das Grand-Guignol-Kino und das Horror-Genre...
Das Grand-Guignol-Kino und das Horrorgenre: Unheimliche Tableaus des Grauens, Körperlichkeit und die Sinne - Grand-Guignol Cinema and the Horror Genre: Sinister Tableaux of Dread, Corporeality and the Senses

Die Werke des Autors wurden von folgenden Verlagen veröffentlicht: