
The Fundamental Right to Data Protection: Normative Value in the Context of Counter-Terrorism Surveillance
Seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon hat der Datenschutz in der Europäischen Union den Status eines Grundrechts erhalten und ist nun neben dem Recht auf Privatsphäre in der EU-Grundrechtecharta verankert. Dieses zeitgemäße Buch untersucht die normative Bedeutung des Datenschutzes als Grundrecht in der EU.
Der erste Teil des Buches untersucht den Umfang, den Inhalt und die Möglichkeiten des Datenschutzes als Grundrecht, Probleme zu lösen und einen wirksamen Schutz zu gewährleisten. Er erörtert die derzeitigen Ansätze zu diesem Recht in der Rechtswissenschaft und der Rechtsprechung und zeigt die Grenzen auf, die verhindern, dass es einen eigenen Mehrwert hat. Es wird eine Theorie des Datenschutzes vorgeschlagen, die das Verständnis dieses Rechts rekonstruiert und den Gerichten und Gesetzgebern in Datenschutzfragen als Orientierung dienen könnte.
Im zweiten Teil des Buches wird das rekonstruierte Recht auf Datenschutz anhand von vier Fallstudien zur Überwachung bei der Terrorismusbekämpfung empirisch überprüft: Kommunikations-Metadaten, Reisedaten, Finanzdaten und Internet-Datenüberwachung. Das Buch ist für Akademiker, Studenten, politische Entscheidungsträger und Praktiker in den Bereichen EU-Recht, Privatsphäre, Datenschutz, Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte von Interesse.