
The Guangdong Model and Taxation in China: Formation, Development, and Characteristics of China's Modern Financial System
Dieses Buch untersucht die Entstehung, Entwicklung und Merkmale des modernen chinesischen Finanzwesens und konzentriert sich dabei besonders auf die Provinz Guangdong als Fallstudie, um sowohl die Trends auf der Makroebene als auch die Realität auf der Mikroebene zu veranschaulichen. Der zeitliche Rahmen dieses Buches erstreckt sich hauptsächlich von der späten Qing-Zeit bis zur frühen republikanischen Ära und endet 1937, als der Zweite Chinesisch-Japanische Krieg in vollem Umfang ausbrach.
Nachdem das Konzept des modernen Finanzwesens in der späten Qing-Zeit zum ersten Mal in China eingeführt worden war, wurden die Bemühungen um den Aufbau eines modernen Finanzwesens in der republikanischen Ära sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene fortgesetzt. Dieser Prozess wurde jedoch durch den Ausbruch des Krieges gegen Japan im Jahr 1937 unterbrochen und erholte sich aufgrund des anschließenden Bürgerkriegs zwischen der Kuomintang und der Kommunistischen Partei Chinas nicht mehr.
Dieser unterbrochene Prozess der Finanzmodernisierung wurde mit der 1978 eingeleiteten Reform und Öffnung wieder aufgenommen. Um den strukturellen Wandel und die bleibenden Merkmale des chinesischen Finanzsystems zu veranschaulichen, werden in diesem Buch daher auch die frühe Qing-Zeit und das heutige chinesische Finanzwesen behandelt.