
Habsburg Lemberg: Architecture, Public Space, and Politics in the Galician Capital, 1772-1914
Als Österreich bei der ersten Teilung Polens im Jahr 1772 Galizien annektierte, war die Provinzhauptstadt Lemberg eine verfallende Barockstadt. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 hatte sich Lemberg zu einer boomenden Stadt mit modernem städtischem und gleichzeitig deutlich habsburgischem Flair entwickelt.
Jahrhunderts veränderten sich sowohl das Erscheinungsbild Lembergs als auch die Nutzung des öffentlichen Raums in bemerkenswerter Weise. Das Stadtzentrum verwandelte sich in ein Schaufenster der Moderne und einen Ort widersprüchlicher symbolischer Darstellungen, während andere Bereiche verfallen, überfüllt und vernachlässigt wurden.
Das habsburgische Lemberg: Architektur, öffentlicher Raum und Politik in der galizischen Hauptstadt, 1772-1914 zeigt, dass hinter einer Vielzahl von nationalen und positivistischen Geschichtsdarstellungen von Lemberg und seiner Architektur immer eine Stadt existierte, die als kosmopolitisch und doch provinziell bezeichnet wurde; und ein Wien, aber immer noch aus dem Osten. Gebäude, Straßen, Parks und Denkmäler wurden Teil einer komplexen, kulturell geprägten Politik.