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The Heroic in Music
Der erste Teil dieses Bandes rekonstruiert die verschiedenen musikalischen Strategien, die Komponisten von mittelalterlichen Gesängen, Renaissance-Madrigalen und barocken Opern, Kantaten oder Oratorien anwandten, wenn sie sich auf heroische Ideen bezogen, die ihre persönlichen moralischen und politischen Werte verkörperten.
Ein zweiter Teil, der sich mit dem 18. und 19.
Jahrhundert befasst, erweitert den bisherigen engen Fokus auf Beethovens heroische mittlere Periode und den Kult des Virtuosen. Er zeigt das breite Spektrum heroischer Positionen - nationale, ethnische, revolutionäre, bürgerliche und spirituelle -, die nicht nur in die „klassischen“ großen heroischen Sinfonien und virtuosen Solokonzerte einflossen, sondern auch in die Kammermusik und die volkstümliche Tanzmusik. Der dritte Teil dokumentiert die erzwungene Heroisierung der Musik in totalitären Regimen des 20.
Jahrhunderts wie Nazi-Deutschland und der Sowjetunion und ihre Folgen für das heroische Denken und die Musikstile in der Zeit danach. In den letzten Kapiteln wird gezeigt, wie Rock-Folk- und Avantgarde-Musiker in Nordamerika und Europa neue heroische Modelle wie den Alltagshelden und die wissenschaftliche Heldin präsentieren, die ein neues Vertrauen in die Idee des Heroischen offenbaren.