
The Future Imaginary in Indigenous North American Arts and Literatures
Dieses Buch untersucht die Zukunft in indigener nordamerikanischer spekulativer Literatur und digitaler Kunst. Die Kapitel gehen der Frage nach, wie sich verschiedene indigene Werke die Zukunft vorstellen und wie sie die kolonialen Visionen der Siedler von dem, was kommen wird, verhandeln.
Sie zeigen, dass die Zukunft keine unveränderliche Entität ist, sondern ein formbares textuelles/digitales Produkt, das sowohl als koloniales Werkzeug als auch als Katalysator für die Dekolonisierung dienen kann. Im Mittelpunkt dieser Studie steht die Entwicklung einer Methodik, die dazu beiträgt, die Bedeutungsstrukturen freizulegen, die die Zukunft in ausgewählten Werken von Darcie Little Badger, Gerald Vizenor, Stephen Graham Jones, Skawennati, Danis Goulet, Scott Benesiinaabandan, Postcommodity, Kite, Jeff Barnaby und Ryan Singer produzieren.
Ausgehend von Jason Lewis' „Zukunftsimaginär“ als theoretischem Kern, beschreibt das Buch die verschiedenen Formen der textlichen Darstellung und der virtuellen Simulation, durch die Vorstellungen von indigener Fortführung in literarischen und neuen Medienwerken zum Ausdruck kommen. Der Band argumentiert, dass indigene Autoren und Künstler die Ästhetik der Zukunft als Strategie in ihren Werken anwenden, und konzeptualisiert seinen multimedialen Korpus als ein kontinuierlich wachsendes Archiv von und für indigene Zukünfte.