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Teaching Empire: Native Americans, Filipinos, and Us Imperial Education, 1879-1918
Jahrhunderts sah die US-Regierung in der Bildung ein sicheres Mittel, um die "Anderen", die unter ihrer Herrschaft standen, zu zivilisieren - darunter die amerikanischen Indianer und nach 1898 die Filipinos. Teaching Empire befasst sich mit der Frage, wie Lehrer diese Aufgabe annahmen, zunächst an der Carlisle Indian Boarding School in Pennsylvania, die 1879 eröffnet wurde, und dann in einem Schulsystem, das inmitten einer anhaltenden Rebellion von Filipinos eingerichtet wurde. Anhand der Aufzeichnungen von fünfundfünfzig Lehrern in Carlisle und dreiunddreißig auf die Philippinen entsandten Lehrern - darunter fünf, die an beiden Orten tätig waren - zeigt das Buch die Herausforderungen bei der Umsetzung der kaiserlichen Politik in die Praxis, selbst für diejenigen, die sich der kaiserlichen Mission am meisten verschrieben hatten.
Diese Pädagogen, die im Auftrag der US-Regierung arbeiteten, versuchten, die Erwartungen von Bürokraten und Vorgesetzten zu erfüllen, während sie gleichzeitig mit Führungskrisen vor Ort zu kämpfen hatten. Elisabeth Eittreim stellt in ihren Geschichten fest, dass die Probleme, die allen Klassenzimmern gemein sind - wie man mit Schülern umgeht und Wissen vermittelt -, durch die besonderen Umstände, insbesondere den militärischen Konflikt auf den Philippinen, noch verkompliziert werden. Eittreims Recherchen zeigen das Dilemma auf, das sich aus dem imperialen Ziel dieser Schulen ergibt: Wissen zu vermitteln, das die Werte, Wünsche und Proteste der zu Unterrichtenden absichtlich ignoriert und untergräbt. In unterschiedlichem Maße zeigen diese Geschichten sowohl die Komplexität und Fragilität der Umsetzung der imperialen US-Erziehung als auch die Bedeutung der eigenen Perspektive der Lehrer. Verstrickt in US-amerikanische Ambitionen, rassistische Normen und geschlechtsspezifische Annahmen, zeigten die Lehrer dennoch eine beachtliche Handlungsfähigkeit, indem sie ihre Autorität gegenüber den Schülern und den Institutionen, für die sie arbeiteten, ausübten und ihre Rolle als mächtige Vermittler von kulturellem Wissen aushandelten, wobei sie das damals vorherrschende Verständnis von "Zivilisation" oft verstärkten, aber selten in Frage stellten.
Eittreims vergleichende Studie, die die Einstellungen und Leistungen dieser Lehrer im Laufe der Jahre, in denen Carlisle in Betrieb war, eingehend untersucht, bietet einen seltenen Einblick in die persönlichen, institutionellen und kulturellen Auswirkungen der Bildung, die im Dienste der US-Expansion eingesetzt wurde - mit Folgen, die weit über die imperialen Klassenzimmer jener Zeit hinausreichen.