Bewertung:

Das Buch hat ein breites Spektrum an Rezensionen erhalten, in denen sein bedeutender Einfluss auf das Verständnis der Leser von indigener Kunst und Geschichte, Archäologie und der ersten Clovis-Theorie hervorgehoben wird. Einige Rezensenten loben die tiefen Einblicke und die gründliche Recherche, während andere den Rückgriff auf die indigene Mythologie kritisieren und das Buch eher als Schimpfwort denn als wissenschaftliche Analyse bezeichnen.
Vorteile:Die Leser schätzen die gründliche Recherche aus indigener Sicht, die Fähigkeit des Buches, konventionelle Ansichten über Archäologie und Migration in Frage zu stellen, und die Vermittlung wertvoller Einblicke in indigene Kunst, Geschichte und archäologische Diskussionen. Viele finden es inspirierend, transformativ und einen notwendigen Beitrag zum Verständnis der Geschichte der indigenen Völker.
Nachteile:Kritiker merken an, dass sich das Buch stark auf mündliche Überlieferungen der Eingeborenen stützt, die ihrer Meinung nach weniger zuverlässig sind als wissenschaftliche Beweise. Einige finden die Argumente des Autors nicht überzeugend und sind der Meinung, dass es dem Buch an einer gründlichen wissenschaftlichen Analyse mangelt, und bezeichnen es eher als Tirade denn als ausgewogene Kritik an etablierten Theorien. Außerdem gilt das Buch als teuer, was einige potenzielle Leser abschrecken könnte.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
The Indigenous Paleolithic of the Western Hemisphere
The Indigenous Paleolithic of the Western Hemisphere (Die Altsteinzeit der westlichen Hemisphäre) ist eine wiedergewonnene Geschichte der tiefen Vergangenheit der indigenen Völker Nord- und Südamerikas während des Paläolithikums. Paulette F. C. Steeves zieht Beweise aus archäologischen Stätten und paläolithischen Umgebungen, Landschaften und Wanderungen von Säugetieren und Menschen heran, um zu belegen, dass Menschen in der westlichen Hemisphäre nicht nur kurz vor den Clovis-Stätten (vor 10.200 Jahren), sondern seit mehr als 60.000 Jahren und wahrscheinlich sogar seit mehr als 100.000 Jahren lebten.
Steeves erörtert die politische Geschichte der amerikanischen Anthropologie und geht der Frage nach, warum die Prä-Clovis-Stätten fast ein Jahrhundert lang von der Wissenschaft ignoriert wurden. Sie untersucht Belege aus der Genetik und der linguistischen Anthropologie, die sich auf die ersten Völker und den Zeitrahmen der frühen Wanderungen beziehen. Darüber hinaus beleuchtet sie die Arbeit und die Kämpfe einer kleinen, aber lebendigen Gruppe amerikanischer und europäischer Archäologen, die zahlreiche vorchlodwigzeitliche Fundstätten ausgegraben und darüber berichtet haben.
In diesem ersten Buch über die paläolithische Archäologie Amerikas, das aus der Perspektive der Ureinwohner geschrieben wurde, werden mündliche Überlieferungen der Ureinwohner, archäologische Beweise und eine kritische und dekolonisierende Diskussion über die Entwicklung der Archäologie in Amerika dargestellt.