
The Individual in the Animal Kingdom
Das bahnbrechende erste Buch eines bedeutenden Evolutionsbiologen aus dem Jahr 1912, das das heutige Denken über die Komplexität von Organismen vorwegnimmt.
Julian Huxleys The Individual in the Animal Kingdom (Das Individuum im Tierreich) aus dem Jahr 1912 ist ein prägnantes und bahnbrechendes Werk, das heute fast völlig unbekannt ist. Darin analysiert Huxley die evolutionären Fortschritte in der organisatorischen Komplexität des Lebens und nimmt damit viele der heutigen Ideen über Veränderungen der Individualität vorweg. Huxleys übergreifendes Konzeptsystem und seine kohärenten logischen Prinzipien waren ihrer Zeit so weit voraus, dass sie bis heute gültig sind. Das liegt zum Teil daran, dass sein explizit darwinistischer Ansatz sorgfältig zwischen der integrierten Form und Funktion von Hierarchien innerhalb von Organismen und lose definierten, nichtorganismischen ökologischen Gemeinschaften unterschied.
In The Individual in the Animal Kingdom (Das Individuum im Tierreich) lernen wir einen jungen Huxley kennen, der sein souveränes Wissen über die Naturgeschichte nutzt, um eine nicht-reduktionistische Darstellung der Komplexität des Lebens zu entwickeln, die sich an die bahnbrechenden frühen Erkenntnisse von Darwin, Wallace, Weismann und Wheeler anlehnt. Wie die Herausgeber des Bandes, Richard Gawne und Jacobus Boomsma, betonen, geriet dieses Werk in Vergessenheit, obwohl es für die zeitgenössische Forschung über die Komplexität von Organismen und die großen evolutiven Übergänge von Bedeutung ist. Diese Ausgabe des MIT Press gibt Huxleys Buch ein zweites Gehör und bietet den Lesern einen einzigartigen Blick auf die Entdeckungen der Evolutionsbiologie in Vergangenheit und Gegenwart.