Bewertung:

Das Buch erforscht die kognitive und kulturelle Entwicklung neolithischer Gesellschaften durch die Brille der Neuropsychologie und Anthropologie. Es enthält eine detaillierte Analyse, wie veränderte Bewusstseinszustände die frühe menschliche Spiritualität, Architektur und soziale Strukturen beeinflusst haben könnten. Während die Autoren tiefe Einblicke und eine breite wissenschaftliche Perspektive bieten, kritisieren einige Leser das Buch als zu spekulativ und ohne solide wissenschaftliche Untermauerung.
Vorteile:Das Buch bietet tiefe, gründliche Einblicke in die kognitiven und kulturellen Aspekte der neolithischen Gesellschaften, die auf einer guten wissenschaftlichen Grundlage beruhen. Es ist faszinierend und auch für Nicht-Fachleute zugänglich, da es nützliche Abbildungen und eine umfangreiche Bibliographie enthält. Viele Leser empfinden es als Denkanstoß und als wertvolles Instrument zum Verständnis der Entwicklung der frühen menschlichen Spiritualität und des Bewusstseins.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass die vorgestellten Theorien zu spekulativ und nicht ausreichend wissenschaftlich fundiert sind, so dass einige Behauptungen nebulös erscheinen. Außerdem gilt das Buch als schwer und dicht, so dass möglicherweise Vorkenntnisse in Anthropologie oder Psychologie erforderlich sind, um es vollständig zu verstehen. Einige Leser äußern sich besorgt über die atheistische und marxistische Perspektive der Autoren und vermuten, dass diese Voreingenommenheit die Interpretation historischer und archäologischer Funde verzerrt.
(basierend auf 38 Leserbewertungen)
Inside the Neolithic Mind: Consciousness, Cosmos and the Realm of the Gods
Was haben die kopflosen Figuren auf den berühmten Malereien in Catalhoyuk in der Türkei mit den ineinander verschlungenen Spiralen gemeinsam, die auf den monumentalen Gräbern in Newgrange und Knowth in Irland zu sehen sind? Wie können die Begriffe "Geburt", "Tod" und "Wildnis" Licht auf die Veränderungen in den Beziehungen zwischen Menschen und Tieren werfen? In der neuen kompakten Taschenbuchausgabe von Inside the Neolithic Mind untersuchen David Lewis-Williams und David Pearce das komplizierte Geflecht von Glauben, Mythen und Gesellschaft in der Jungsteinzeit, dem wohl bedeutendsten Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit, als die Landwirtschaft zu einer Lebensform wurde und die zerrissene Gesellschaft, die wir heute kennen, entstand.
Die Autoren konzentrieren sich auf zwei gegensätzliche Zeiten und Orte: die Anfänge im Nahen Osten und in Westeuropa. Sie argumentieren, dass die im Gehirn verankerten neurologischen Muster dazu beitragen, die Art der Kunst, der Religion und der Gesellschaft zu erklären, die die Menschen des Neolithikums hervorgebracht haben.
Mit ihren provokanten neuen Theorien über die religiöse Motivation in der Antike schlagen sie eine faszinierende neurologische Brücke zu den geheimnisvollen Gedankenleben der Vergangenheit und enthüllen das Wesen einer bedeutsamen Epoche der Menschheitsgeschichte.