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The Year
In der zeitgenössischen norwegischen Belletristik zeichnet sich das Werk von Tomas Espedal durch eine einzigartige Verbindung zu den persönlichen Erfahrungen des Autors aus. In seinem ersten Buch Tramp lernten wir den Wanderer Tomas kennen, in Against Art erfuhren wir, wie ein Junge sich der Kunst nähert und schließlich zum Schriftsteller wird, in Against Nature ging es um die Arbeit der Liebe - das Schreiben - und in Bergerners ist er hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seiner Heimatstadt und dem, was jenseits davon liegt.
In Das Jahr erleben wir nun den Kampf des Autors, sein Innenleben mit der Außenwelt zu versöhnen, und die unzähligen Formen von Liebe, Hass, Verlust und Tod - sowohl persönlich als auch literarisch - mit dem unveränderlichen Muster der Zeit und der Jahreszeiten. Es ist das Tagebuch eines Jahres, ein Tagebuch wie kein anderes.
Die Fragen, die Petrarca stellte, durchdringen alles: Wie lebt man, wenn derjenige, den man liebt, nicht mehr da ist? Und wie findet man den guten Tod, wenn die Lebenskraft vom Frühling zum Herbst wechselt? Als Langgedicht geschrieben, ist Das Jahr Espedals fesselnder Strom des Bewusstseins - fundiert, kantig, manchmal manisch, aber immer intensiv und intim.