Bewertung:

Das Buch bietet eine nachdenkliche Erforschung von Tugenden und Lastern durch die Linse persönlicher Erfahrungen und philosophischer Einsichten. Es besteht aus kurzen Essays, die unabhängig voneinander gelesen werden können, so dass es sich sowohl für schnelle als auch für besinnlichere Lesestunden eignet. Während viele Leser den nachdenklichen Schreibstil und die nachvollziehbaren Geschichten zu schätzen wissen, finden einige, dass es dem Buch an Tiefe fehlt oder es eher wie ein persönliches Tagebuch als eine strukturierte Erzählung wirkt.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und zum Nachdenken anregende
⬤ nachvollziehbare Geschichten
⬤ geeignet für schnelle Lektüre oder längeres Nachdenken
⬤ fesselt die Leser mit philosophischen Einsichten
⬤ kurze Kapitel ermöglichen einen leichten Konsum
⬤ regt zum persönlichen Nachdenken an.
⬤ Einige Kapitel können langatmig oder ermüdend wirken
⬤ eher als eine Sammlung von Blogs denn als ein zusammenhängendes Buch wahrgenommen werden
⬤ für manche zu „gefühlsduselig“ wirken
⬤ nicht jedermanns bevorzugter Stil
⬤ einige Leser fanden es elitär oder aufgeblasen.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
Year Of Living Virtuously - Weekends Off
Benjamin Franklin war Anfang zwanzig, als er das „kühne und mühsame Projekt der moralischen Vollkommenheit“ in Angriff nahm. Er wollte die Tugenden Mäßigung, Schweigen, Ordnung, Entschlossenheit, Genügsamkeit, Fleiß, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung, Sauberkeit, Ruhe, Keuschheit und Demut beherrschen. Schon bald gab er das Streben nach Perfektion auf, glaubte aber weiterhin daran, dass diese Tugenden, gepaart mit einem großzügigen Herzen und einer verwirrten Akzeptanz der menschlichen Schwächen, nicht nur die Grundlage für ein gutes Leben, sondern auch für eine funktionierende Gesellschaft bilden.
Die Schriftstellerin und bildende Künstlerin Teresa Jordan fragte sich, ob Franklins vielleicht antiquierte Vorstellungen von Tugend einer Nation, die zunehmend durch zornige Rechtschaffenheit gespalten ist, eine Orientierungshilfe sein könnten. Sie beschloss, ein Jahr lang zu versuchen, seine Liste zu leben, indem sie sich jeweils eine Woche lang auf eine Tugend konzentrierte und die Wochenenden frei nahm, um sich den sieben Todsünden zu widmen.
Das Tagebuch, das sie führte, wurde zu dieser Sammlung wunderschön illustrierter Essays, die persönliche Anekdoten mit den Ansichten von Theologen, Philosophen, Ethikern, Evolutionsbiologen und einer ganzen Reihe von Gelehrten und Wissenschaftlern aus dem aufstrebenden Bereich der Bewusstseinsstudien verwebt.
Teresa Jordan bietet eine ironische und intime Reise durch ein Jahr in der Lebensmitte, das der Herausforderung gewidmet ist, authentisch zu leben.