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The Japanese Education System
Diese umfassende Studie über das japanische Bildungssystem begleitet das japanische Kind vom Kindergarten über die immer anstrengendere und wettbewerbsintensivere Umgebung der Grund-, Mittel- und Oberschulen bis hin zur relativen Entspannung, ja sogar zum Hedonismus, des Universitätslebens. Auf der Grundlage zahlreicher Erhebungen und der persönlichen Erfahrungen des Autors enthält das Buch eine Fülle von Informationen über Lehrmethoden, Disziplin, Klassengrößen, den Schultag, die Bewertung und den nationalen Lehrplan.
Außerdem wird die Rolle des zentralen Bildungsministeriums und der lokalen Behörden bei der Verwaltung des Bildungswesens im ganzen Land untersucht, und die jüngsten Bildungsreformprogramme der Regierung werden skizziert und bewertet. Das Verhalten, die Einstellungen und die Erwartungen von Schülern und Eltern werden ausführlich erörtert und in den politischen, sozialen und historischen Kontext eingeordnet, wodurch die komplexen kulturellen Annahmen, die das Lernen und die Sozialisation in Japan bestimmen, deutlich werden. Diese Studie trägt somit zu den Bemühungen von Pädagogen und Soziologen bei, unterschiedliche Bildungsansätze in verschiedenen Kulturen zu verstehen und zu bewerten, was im globalen Informationszeitalter immer wichtiger wird.
Sie zeigt, wie das amerikanische und das japanische Bildungssystem auf grundlegend unterschiedlichen Gesellschaftskonzepten beruhen: demokratischer Individualismus bzw. hierarchischer Kollektivismus.
Sie erörtert die positiven und negativen Auswirkungen der beiden Extreme und schlägt vor, dass amerikanische Pädagogen von einem System lernen könnten, in dem Schulschwänzen, Frechheit, Gewalt und Drogenmissbrauch vergleichsweise selten sind. Die Studie zeigt jedoch auch, dass die traditionellen Ideale der japanischen Erziehung - bedingungslose Akzeptanz, Selbstaufopferung und Respekt vor Vorgesetzten - in einer Zeit der Globalisierung und des moralischen, sozialen und kulturellen Wandels vor großen Herausforderungen stehen.