Das Kaffee-Paradoxon: Globale Märkte, Rohstoffhandel und das schwer fassbare Versprechen der Entwicklung

Bewertung:   (4,3 von 5)

Das Kaffee-Paradoxon: Globale Märkte, Rohstoffhandel und das schwer fassbare Versprechen der Entwicklung (Benoit Daviron)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine gründliche Untersuchung von Spezialitäten- und Standardkaffees, untersucht die Vor- und Nachteile verschiedener Kaffeelabels und erörtert die geografische Herkunft und den rechtlichen Schutz. Es stützt sich auf solide Recherchen und bietet wertvolle Einblicke in die komplexen Kaffee-Lieferketten und mögliche Lösungen für Kaffeebauern.

Vorteile:

Gut recherchiert, bietet gründliche Informationen, hervorragende Einblicke in die Kaffee-Lieferketten, neutrale und nüchterne Analyse ohne zu romantisieren, diskutiert Lösungen für Kaffeebauern.

Nachteile:

Etwas trocken, nicht für Gelegenheitsleser geeignet, spricht vielleicht nicht alle Leser an.

(basierend auf 5 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Coffee Paradox: Global Markets, Commodity Trade and the Elusive Promise of Development

Inhalt des Buches:

Können sich Entwicklungsländer durch Handel aus der Armut befreien? Der internationale Handel hat in den letzten zwei Jahrzehnten in der Weltwirtschaft dramatisch zugenommen, und der Handel ist eine wichtige Einnahmequelle für die Entwicklungsländer. Viele Länder mit niedrigem Einkommen produzieren und exportieren jedoch seit langem tropische Rohstoffe. Sie sind immer noch arm. Dieses Buch ist ein wichtiger analytischer Beitrag zum Verständnis von Rohstoffproduktion und -handel und enthält politikrelevante Vorschläge zur "Lösung" des Rohstoffproblems.

Durch die Untersuchung der globalen Wertschöpfungskette für Kaffee stellen die Autoren das "Entwicklungsproblem" für Länder, die auf Rohstoffexporte angewiesen sind, auf völlig neue Weise dar. Sie tun dies, indem sie das so genannte Kaffeeparadoxon analysieren - die Koexistenz eines "Kaffeebooms" in den Verbraucherländern und einer "Kaffeekrise" in den Erzeugerländern. Mit der wachsenden Bedeutung von Spezialitätenkaffee, Fair-Trade-Kaffee und anderen "nachhaltigen" Kaffeesorten haben sich neue Konsummuster herausgebildet. In den Verbraucherländern ist Kaffee zu einem Modegetränk geworden, und die Kaffeebar-Ketten haben sich rasch ausgebreitet. Gleichzeitig sind die internationalen Kaffeepreise dramatisch gefallen, und die Erzeuger erhalten die niedrigsten Preise seit Jahrzehnten.

Dieses Buch zeigt, dass das Kaffeeparadoxon besteht, weil das, was die Landwirte verkaufen, und das, was die Verbraucher kaufen, zunehmend "unterschiedliche" Kaffees sind. Es ist nicht die materielle Qualität, für die die heutigen Kaffeekonsumenten bezahlen, sondern vor allem die symbolische Qualität und die persönlichen Dienstleistungen. Solange die Kaffeebauern und ihre Organisationen nicht zumindest Teile dieser "immateriellen" Produktion kontrollieren, werden sie weiterhin niedrige Preise erhalten. Das Kaffee-Paradoxon sucht nach Auswegen aus dieser Situation, indem es sich mit einigen Schlüsselfragen befasst: Welche Arten von Qualitätsmerkmalen sind in einer Kaffeetasse oder einer Kaffeeverpackung vereint? Wer produziert diese Eigenschaften? Wie kann ein Teil dieser Eigenschaften von Bauern in Entwicklungsländern erzeugt werden? Inwieweit erreichen Spezialitätenkaffees und nachhaltige Kaffees diese Ziele?

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781842774571
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2005
Seitenzahl:320

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