Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche Erforschung der Ideen von Merleau-Ponty durch die Brille der Erfahrungen von Kindern, wenn auch mit einigen Kritikpunkten hinsichtlich der Qualität des Einbands und der Klarheit über die Autorenschaft des Buches.
Vorteile:Gut recherchiert, gut geschrieben, klarer Stil, überzeugende Ideen, bietet eine interessante Perspektive auf die frühen Lebenserfahrungen von Kindern.
Nachteile:Schlechte Qualität der Klebebindung, die zu Problemen mit der Haltbarkeit führt, hohe Kosten, die durch die Qualität der Bindung nicht gerechtfertigt sind, und das Fehlen eines klaren Hinweises darauf, dass es sich um Talia Welshs eigene Interpretation und nicht um Merleau-Pontys Werk handelt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Child as Natural Phenomenologist: Primal and Primary Experience in Merleau-Ponty's Psychology
Maurice Merleau-Ponty (1908-1961) ist für sein phänomenologisches Werk bekannt, doch seine Vorlesungen über Kinderpsychologie und Pädagogik wurden bisher nur wenig beachtet, wahrscheinlich weil Talia Welsh die Vorlesungen erst 2010 vollständig übersetzt hat.
Das Kind als natürlicher Phänomenologe fasst Merleau-Pontys kinderpsychologische Arbeit zusammen, zeigt ihre Beziehung zu seinem philosophischen Werk auf und argumentiert für ihre anhaltende Relevanz in der zeitgenössischen Theorie und Praxis. Welsh zeigt Merleau-Pontys einzigartige Konzeption der kindlichen Entwicklung als inhärent organisiert, bedeutungsvoll und mit der Welt beschäftigt, im Gegensatz zu Ansichten, die das Kind als weitgehend innerlich beschäftigt und von instinktiven Anforderungen getrieben sehen.
Welsh stellt fest, dass Merleau-Pontys Ideen über die Psychologie des Menschen auch heute noch relevant sind und wichtige Erkenntnisse für Philosophen, Soziologen und Psychologen liefern, um die menschliche Existenz besser zu verstehen.