Bewertung:

Das Buch „The Little Book of the Icelanders in the Old Days“ von Alda Sigmundsdottir ist eine Sammlung fesselnder Essays, die das Alltagsleben, die Kultur und die Geschichte der Isländer auf humorvolle und zugängliche Weise beleuchten. Die Leser fanden das Buch informativ und unterhaltsam, was es zu einem guten Begleiter für alle macht, die sich für das isländische Erbe interessieren oder einen Besuch in Island planen.
Vorteile:Es ist gut recherchiert und in einem ansprechenden und humorvollen Stil geschrieben, leicht zu lesen, deckt eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit der isländischen Kultur und Geschichte ab, eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, liefert aufschlussreiche und faszinierende Fakten über Island und viele Leser fanden, dass es ein großartiger Begleiter vor einer Reise nach Island ist.
Nachteile:Einige Leser merkten an, dass das Buch zu kurz sei und wünschten sich mehr Inhalt. Einige fanden, dass sich bestimmte umgangssprachliche Ausdrücke wiederholten, was den Lesefluss störte. In einer Rezension wurde ein Druckfehler erwähnt, bei dem ein erheblicher Teil des Buches fehlte, was sich auf die Gesamtbewertung auswirkte.
(basierend auf 100 Leserbewertungen)
The Little Book of the Icelanders in the Old Days
Island war in den vergangenen Jahrhunderten ein schwieriger Ort zum Leben. Im Nordatlantik, am Rande der bewohnbaren Welt gelegen, war das Land sowohl isoliert als auch bitterarm. Die jahrhundertelange Kolonisierung führte zu Unterdrückung und Unterwerfung durch die Kolonialherren, und ein lebensfeindliches Klima und wiederholte Naturkatastrophen machten das bloße Überleben selbst für die härtesten Seelen zu einer Herausforderung. In diesen 50 Miniatur-Essays schreibt Alda Sigmundsdottir auf leichte und humorvolle Weise über die Isländer in vergangenen Jahrhunderten, jedoch nie ohne Bewunderung und Respekt für die Widerstandsfähigkeit und Stärke, die sie bei der Bewältigung von Widrigkeiten zeigten, die man sich heute kaum noch vorstellen kann. Die Art und Weise, wie sie mit der Natur umgehen, wird ebenso beschrieben wie ihr manchmal tragischer, manchmal genialer Umgang mit Misshandlungen und Ungerechtigkeiten durch die Kirche und andere Machthaber. Zu diesen Formen der Unterdrückung gehören ein von Dänemark auferlegtes Handelsmonopol, das fast zwei Jahrhunderte andauerte, ein Tanzverbot, das ebenso lange bestand, die erzwungene Auflösung von Haushalten, wenn der Ernährer der Familie starb, die Tyrannei von Kaufleuten, denen das Exklusivrecht für den Handel mit den Isländern eingeräumt wurde, und die gefürchteten Dekrete des Großen Gerichts - eines Gerichtshofs, der zur Bestrafung verschiedener tatsächlicher oder eingebildeter Vergehen eingerichtet wurde.
Doch nicht nur das "große Ganze" wird in diesem Buch beschrieben, sondern auch die verschiedenen kleineren Aspekte, die das tägliche Leben der Isländer von einst beleuchten. Dazu gehören die raffinierten Methoden, mit dem Mangel umzugehen, Lebensmittel zu konservieren, eine Unterkunft zu finden, Licht zu erzeugen oder in die Häuser zu lassen, sowie die zahllosen und manchmal verrückten Aberglauben, die mit verschiedenen großen und kleinen Lebensereignissen verbunden sind. Die lustigen Bräuche der Gastfreundschaft und des Besuchs werden ebenso beschrieben wie einige der sexuellen Aktivitäten der Isländer in der Vergangenheit, ihr Glaube an Elfen und verborgene Menschen, sexuelle Interaktionen mit verborgenen Menschen ( ), der Umgang mit Trauer, Interaktionen mit Ausländern und vieles, vieles mehr. Das heutige Island ist ein moderner, kosmopolitischer Ort mit einem der höchsten Lebensstandards der Welt. Doch noch vor weniger als einem Jahrhundert war dieses Musterbeispiel für Gleichheit und Frieden die ärmste Gesellschaft Europas. Die Lebensbedingungen, die in diesem Buch beschrieben werden, sind daher nicht weit von den heutigen Isländern entfernt, und viele der beschriebenen Aspekte spiegeln sich noch immer in der einzigartigen isländischen Kultur wider. So bedeuteten das raue Klima und die Isolation in der Vergangenheit beispielsweise einen gravierenden Mangel an Getreide für die Ernährung. Daher entwickelten die Isländer Methoden zur Herstellung von Brot und Kuchen, die sehr wenig Mehl benötigten.
Der isländische "Pfannkuchen", der einem französischen Crêpe ähnelt, ist immer noch ein fester Bestandteil traditioneller isländischer Feste, ebenso wie das "Laufabraud" - ein hauchdünnes, frittiertes Brot, das traditionell zu Weihnachten gegessen wird. Auch die isländische Sprache ist reich an Rückblicken in die Vergangenheit - so heißt das isländische Wort für "Glücksfall" "hvalreki", was wörtlich "gestrandeter Wal" bedeutet - denn ein einziger gestrandeter Wal reichte früher in der Regel aus, um ein ganzes Viertel oder einen Haushalt ein ganzes Jahr lang zu ernähren, was in einem Land, in dem Lebensmittel knapp waren, sehr willkommen war. Kurzum: Das kleine Buch der Isländer in alten Zeiten ist nicht nur ein witziges, geistreiches und kluges Exposee über das tägliche Leben der Isländer in der Vergangenheit, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil zum Verständnis des isländischen Nationalcharakters heute.