Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung der Kleinen Eiszeit und ihrer Auswirkungen auf das Osmanische Reich im 16. und 17. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, wie die Klimaveränderungen zu landwirtschaftlichen Misserfolgen, Krankheiten, Hungersnöten und inneren Unruhen beitrugen. Der Autor argumentiert, dass diese klimatischen Herausforderungen eine wichtige Rolle für den Niedergang der Osmanen und ihre Unfähigkeit, ihre Macht gegenüber dem aufstrebenden christlichen Europa zu behaupten, gespielt haben.
Vorteile:Das Buch ist erschöpfend detailliert und lohnend für alle, die sich für die späten 1500er und frühen 1600er Jahre interessieren. Es bietet Einblicke in das komplexe Wechselspiel zwischen Klima, Landwirtschaft und politischer Stabilität im Osmanischen Reich. Der Text ist durchgehend interessant und bietet eine nuancierte Perspektive auf die Gründe für den Niedergang der osmanischen Macht.
Nachteile:Die Lektüre ist fachlich anspruchsvoll und eignet sich möglicherweise nicht für ein allgemeines Publikum, da sie sich an eine kulturell hochstehende Leserschaft richtet. Einige Leser könnten bestimmte Abschnitte als weniger fesselnd empfinden, da der Schwerpunkt auf weniger bekannten Sultanen und detaillierten Analysen liegt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Climate of Rebellion in the Early Modern Ottoman Empire
Das Klima der Rebellion im frühneuzeitlichen Osmanischen Reich untersucht die schwerwiegenden und weitreichenden Auswirkungen der Klimaschwankungen der Kleinen Eiszeit in den osmanischen Gebieten.
Die Studie zeigt, wie die kaiserlichen Versorgungs- und Siedlungssysteme, die die osmanische Macht in den 1500er Jahren definierten, angesichts des ökologischen Drucks und der extremen Kälte und Dürre ins Wanken gerieten und zum Ausbruch des zerstörerischen Celali-Aufstands (1595 - 1610) führten. Dieser Aufstand markierte einen Wendepunkt im Schicksal der Osmanen, da eine Kombination aus anhaltenden Klimaereignissen der Kleinen Eiszeit, Nomadeneinfällen und ländlicher Unordnung die Erholung der Osmanen im folgenden Jahrhundert verzögerte, was nachhaltige Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Landnutzung und die Wirtschaft der Region hatte".