Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 5 Stimmen.
The Kingdom of Wrttemberg and the Making of Germany, 1815-1871
CHOICE Outstanding Academic Title 2017
Dieses Buch untersucht die deutsche Einigung von 1871 durch das Prisma eines seiner "vergessenen Staaten", des Königreichs Württemberg. Es geht über das traditionelle Argument der Bedeutung der Großmächte Österreich und Preußen bei der Steuerung der deutschen Geschicke zu dieser Zeit hinaus. Bodie A. Ashton setzt sich für die Bedeutung Württembergs und damit aller 38 deutschen Staaten im Einigungsprozess ein und stellt fest, dass jeder Staat seine eigenen Institutionen und Traditionen hatte, die sich als entscheidend für die letztendliche Gestaltung der deutschen Einheit erwiesen.
The Kingdom of Wrttemberg and the Making of Germany, 1815-1871 zeigt, dass die Regierung des Landes während des größten Teils des 19. Jahrhunderts dynamisch war und ihre eigene Politik voll im Griff hatte, wobei Ashton die innenpolitische Entwicklung des Landes in dieser Zeit sehr gut einschätzen kann. Ashton zeigt die innenpolitische Entwicklung des Landes in dieser Zeit sehr gut auf. Das Buch zeichnet nach, wie stark Württemberg in die nationale Frage involviert war und wie die aufeinanderfolgenden Regierungen und Monarchen in der Landeshauptstadt Stuttgart das Land so manövrierten, dass es den größten Nutzen daraus zog. Es wird erfolgreich argumentiert, dass die Form der deutschen Einigung nicht unvermeidlich war und in der Tat größtenteils von den Wünschen der Mittelstaaten und nicht von den Großmächten angetrieben wurde; die letztendliche Reichsgründung vom Januar 1871 war lediglich der letzte Schritt in einer langen Reihe von Verhandlungen, diplomatischen Manövern und Täuschungsmanövern, wobei Württemberg eine entscheidende, regionale Rolle spielte.
Das Buch stützt sich auf eine Fülle von Primärquellen, darunter Telegramme, Zeitungsartikel, Tagebucheinträge, Briefe und Regierungsdokumente, und ist eine äußerst wichtige Studie für alle Wissenschaftler und Studenten, die sich mit dem Deutschland des 19. Jahrhunderts beschäftigen.