Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 3 Stimmen.
The Concept of Abuse in Eu Competition Law: Law and Economic Approaches
Die Zielsetzung(en) von Artikel 102 AEUV, was genau eine Praxis missbräuchlich macht und der Schadensstandard gemäß Artikel 102 AEUV sind noch nicht geklärt. Dieser Mangel an Klarheit schafft Unsicherheit für Unternehmen und wirft in Verbindung mit dem aktuellen Stand der Wirtschaftswissenschaften in diesem Bereich eine wichtige Frage der Legitimität auf.
Dieses Buch untersucht anhand von juristischen und ökonomischen Ansätzen die möglichen Ziele von Artikel 102 AEUV und schlägt einen modernen Ansatz für die Auslegung des Begriffs "Missbrauch" vor. Dabei wird ein übergreifendes Konzept des "Missbrauchs" entwickelt, das mit den historischen Wurzeln der Bestimmung, dem Wortlaut der Bestimmung selbst und dem modernen wirtschaftlichen Denken über einseitiges Verhalten in Einklang steht. In diesem Buch wird daher untersucht, worum es in Artikel 102 AEUV geht, was er sein kann und was er in Bezug auf Ziele und Anwendungsbereich sein sollte.
Das Buch zeigt, dass die Trennung von Ausbeutungsmissbrauch und Ausschließungsmissbrauch künstlich und nicht fundiert ist. Es untersucht die Wurzeln von Artikel 102 AEUV und den historischen Kontext der Verabschiedung des Vertrags, die Rechtsprechung, die Politik und die Literatur zum Ausbeutungsmissbrauch und, soweit relevant, zum Ausschlussmissbrauch.
Das Buch untersucht potenzielle Ziele wie Fairness und Wohlfahrt sowie den potenziellen Konflikt zwischen solchen Zielen. Schließlich wird die Modernisierung von Artikel 102 AEUV durch die Europäische Kommission kritisch bewertet, bevor ein reformierter Ansatz für "Missbrauch" vorgeschlagen wird, der sich auf drei notwendige und hinreichende Bedingungen konzentriert: Ausbeutung, Ausschluss und fehlende Effizienzsteigerung.