Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche Untersuchung des Konzils von Chalkedon und analysiert die historischen und theologischen Streitigkeiten, die zum Schisma zwischen Chalkedoniern und Nicht-Chalkedoniern (Orientalischen Orthodoxen) führten. Es zielt darauf ab, Missverständnisse über die theologischen Positionen dieser Gruppen zu klären, wobei der Schwerpunkt auf dem Wesen Christi liegt, wie es in der orientalisch-orthodoxen Tradition verstanden wird. Der Autor, Pater V.C. Samuel, präsentiert eine ausgewogene Sichtweise beider Seiten, wobei er die Komplexität und die Nuancen der Debatte hervorhebt und gleichzeitig die politischen Beweggründe für das Konzil kritisiert.
Vorteile:⬤ Umfassende akademische Studie mit gründlicher historischer Dokumentation.
⬤ Ausgewogene Behandlung der chalkedonischen und nicht-chalkedonischen Perspektiven.
⬤ Klärt erfolgreich gängige Missverständnisse über das orientalisch-orthodoxe Verständnis von Jesus Christus auf.
⬤ Bietet eine augenöffnende Untersuchung der theologischen und politischen Dimensionen des Konzils von Chalcedon.
⬤ Bietet Einblicke in die mystische Theologie, die von der orientalisch-orthodoxen Kirche bewahrt wird.
⬤ Die Verwendung von Endnoten anstelle von Fußnoten kann den Lesefluss stören.
⬤ Manche Leser könnten das Buch als zu technisch oder zu dicht empfinden, was es für Gelegenheitsleser weniger zugänglich macht.
⬤ Es wird kritisiert, dass die spezifischen Anschuldigungen gegen Dioskurus nicht detailliert genug dargestellt werden, so dass einige Fragen ungelöst bleiben könnten.
⬤ Einige könnten eine inhärente Voreingenommenheit gegenüber der chalkedonischen Orthodoxie wahrnehmen.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
The Council of Chalcedon Re-Examined
Das Konzil von Chalkedon stellt einen Meilenstein im Leben der Kirche dar, dessen Wirkung mehr als fünfzehn Jahrhunderte lang anhielt.
Danach spaltete sich die Kirche in zwei Einheiten, von denen die eine das Konzil unterstützte und die andere es ablehnte. Viele westliche Theologen haben das Konzil von Chalkedon verteidigt und seine Gegner als Häretiker angegriffen, obwohl einige zeitgenössische Studien aufgetaucht sind, die fordern, einen Teil dieses alten traditionellen Bildes zu ändern.
Es besteht jedoch nach wie vor Bedarf an differenzierteren Studien zu diesem Thema, da diese zeitgenössischen Studien trotz ihrer Bedeutung nicht in der Lage waren, den Tatsachen im Zusammenhang mit dem Konzil und der damit verbundenen christologischen Kontroverse auf den Grund zu gehen.