Das Leben im Texas State Lunatic Asylum, 1857-1997

Bewertung:   (4,7 von 5)

Das Leben im Texas State Lunatic Asylum, 1857-1997 (C. Sitton Sarah)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine detaillierte historische Untersuchung des Texas State Lunatic Asylum und seiner Entwicklung zum Austin State Hospital. Es bietet Einblicke in das tägliche Leben der Patienten und des Personals und hebt die bedeutenden Veränderungen in der Wahrnehmung der psychiatrischen Versorgung im Laufe der Zeit hervor.

Vorteile:

Informativ und gut recherchiert, mit einem ausgewogenen Ansatz für die dunkleren Aspekte der Geschichte der Anstalt. Der politische Kontext, in dem die psychiatrische Behandlung stattfand, wird wirkungsvoll dargestellt, und die Erfahrungen der Patienten werden erfolgreich vermenschlicht. Viele Rezensenten fanden das Buch anregend und wertvoll für das Verständnis der Entwicklung der psychiatrischen Versorgung.

Nachteile:

Einige Rezensenten merkten an, dass der Text besser sein könnte, und kritisierten die Klarheit und das Engagement. Dem Buch wird nachgesagt, dass es sich nur begrenzt auf die frühen Jahre der Einrichtung konzentriert, was einige Leser als enttäuschend empfanden.

(basierend auf 6 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Life at the Texas State Lunatic Asylum, 1857-1997

Inhalt des Buches:

Jahrhunderts entstand der optimistische Glaube, dass Geisteskrankheiten unter idealen Bedingungen geheilt werden könnten - durch die Entlassung aus dem stressigen Alltag in eine Anstalt, eine angenehme, gut geregelte Umgebung, in der gesunde Mahlzeiten, tägliche Bewegung und soziale Kontakte die Norm waren. Diese utopische Sichtweise führte zur Reform und Einrichtung von Irrenanstalten in den gesamten Vereinigten Staaten. Das Texas State Lunatic Asylum (später Austin State Hospital genannt) folgte den nationalen Trends, und seine Geschichte dokumentiert die nationalen Praktiken im Bereich der geistigen Gesundheit in einem Mikrokosmos.

Jahrhundert, Unterlagen und Berichte der verschiedenen Anstaltsleiter, Abschriften von Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern, Zeitungsberichte, persönliche Erinnerungen und Interviews - Sarah C. Sitton hat das Leben in unserer kleinen Stadt von der Eröffnung der Anstalt im Jahr 1861 bis zu ihrer Auflösung in den 1980er und 1990er Jahren nachgezeichnet.

Mehr als ein Jahrhundert lang glich die Asylgemeinde einem autarken Dorf mit eigener Schmiede, Eisspeicher, Kino, Blaskapelle, Baseballteam und Bestattungsunternehmen. Wunderschön angelegte Parkanlagen und Kieswege lockten die Bewohner zu sonntäglichen Kutschfahrten an. Die Patienten hüteten das Vieh, bearbeiteten den Garten, halfen bei der Zubereitung der Mahlzeiten und reinigten die Stationen. Wöchentliche Tänze und Gottesdienste gehörten ebenso zum Tagesablauf wie kalte Wannen, Lähmungen und Elektroschocks. Die Angestellten, vom Superintendenten an gerechnet, wohnten auf dem Gelände, und ihre Kinder wuchsen mit Insassen als Spielkameraden auf. Während der Anstaltsleiter fast feudale Macht ausübte und darüber entschied, ob das Personal sich verabreden oder heiraten durfte, kontrollierte ein Mehrgenerationenclan aus mehreren miteinander verbundenen Familien jahrzehntelang das Tagesgeschäft.

Angesichts der gegenwärtigen Betonung der gemeindenahen Versorgung psychisch Kranker und der immer deutlicher werdenden negativen Folgen der Deinstitutionalisierung geht die Debatte darüber, wie die psychisch Kranken des Staates - und der ganzen Nation - am besten versorgt werden können, weiter.

Diese Untersuchung bietet historische und praktische Einblicke, die sowohl für Praktiker und politische Entscheidungsträger im Bereich der psychischen Gesundheit als auch für Personen, die sich für die Geschichte des Staates Texas interessieren, von Interesse sein werden.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781603447393
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch

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