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The Life and Music of Grard Grisey: Delirium and Form
Die erste Biografie des Komponisten Grard Grisey zeigt, wie sich die Sinnlichkeit und die Strenge des Künstlers zu der als Spektralismus bekannten Musikgattung verbinden.
Der französische Komponist Grard Grisey (1946-98) veränderte mit seinem kleinen, aber wirkungsvollen Werk den Lauf der Musikgeschichte. Seine als "spektrale" Musik bezeichneten Kompositionen suchten in der Physik des Klangs und in den Fähigkeiten der menschlichen Wahrnehmung nach Material und Inspiration. Der in Belfort geborene Grisey war der Sohn eines Veteranen der französischen Résistance, der zum Automechaniker wurde, und einer Hausfrau. Sein erstes Instrument war so bescheiden wie seine Herkunft: das Akkordeon. Doch Grisey stieg von seiner provinziellen Herkunft bis zu den Höhen seines Berufs auf.
Diese erste Biografie über Grisey zeichnet seinen Weg vom strengen Katholizismus zu einem umfassenderen Mystizismus nach.
Seine Studien in der legendären Kompositionsklasse von Olivier Messiaen.
Die Entwicklung der ersten "spektralen" Werke in den 1970er Jahren.
Griseys Lehrtätigkeit an der University of California in Berkeley, während der er unter schweren Depressionen litt.
Die Entwicklung seines späten, post-spektralen Stils.
Und sein früher Tod im Alter von 52 Jahren, kurz nach der Fertigstellung seines Meisterwerks über den Tod, den Vier Liedern zum Überschreiten der Schwelle. Auf der Grundlage von Archivrecherchen, Interviews mit mehr als fünfzig Grisey-Kollegen, Freunden und Liebhabern und dem Studium von bisher übersehenen Skizzen zeigt diese Biografie das Delirium und die Form im Herzen von Griseys Leben und Kunst - die strukturierte Sinnlichkeit, die es ihm ermöglichte, die Musik des zwanzigsten Jahrhunderts zu revolutionieren.