
Locating Australian Literary Memory
Locating Australian Literary Memory" erforscht Orte, die durch materielle Formen des Gedenkens wie Schriftstellerhäuser, Gräber, Statuen und Pfade ausdrücklich mit australischen Autoren verbunden sind. Der Schwerpunkt liegt auf einer ausgewählten Gruppe bemerkenswerter Autoren, die durch materielle Gedenkstätten gewürdigt wurden, darunter Adam Lindsay Gordon, Henry Lawson, A. B. "Banjo" Paterson, Joseph Furphy, Henry Handel Richardson, Nan Chauncy, Katharine Susannah Pritchard, Eleanor Dark und P. L. Travers. Obwohl überlieferte Traditionen die lokalen Formen literarischer Gedenkfeiern geprägt haben, haben sich im australischen Kontext einige farbenfrohe, eigenwillige Rituale entwickelt.
Durch die Verflechtung von Brigid Magners Eindrücken von bestimmten Orten mit biografischem, literarischem und wissenschaftlichem Material spekuliert dieses Buch über die Intensität und die Anziehungskraft, die der Erhaltung literarischer Orte und den dort ausgeübten Praktiken zugrunde liegen. Schlüsselthemen wie Heimsuchung, Pilgerschaft und Nostalgie werden in ihrer Diskussion über diese Orte herausgearbeitet, um die Faszination literarischer Orte und die Spannungen und Zweideutigkeiten, die mit ihrer Aufrechterhaltung verbunden sind, zu verstehen.
Verglichen mit den Attraktionen in Europa und den Vereinigten Staaten sind die australischen literarischen Gedenkstätten relativ bescheiden, mit nur wenigen "großen" Häusern, was die Verarmung der lokalen Autoren ebenso widerspiegelt wie die Tendenz, ihre bescheidenen Ursprünge zu feiern - ein literarisches Paradigma, das als "Erfolg des Scheiterns" beschrieben wurde. Das Buch vertritt die These, dass literarische Orte - und die in ihnen befindlichen Artefakte - oft mehr über die Macher der Gedenkstätten und ihre Rituale aussagen als über die Autoren selbst.