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The University of Kansas Medical Center: A Pictorial History
Im Jahr 1905 wurde die University of Kansas School of Medicine im Keller eines Gebäudes in der Innenstadt von Kansas City, Kansas, eröffnet. Bis 1991 belegte sie 2,3 Millionen Quadratmeter Fläche in Kansas City und viele Tausend mehr in Wichita und in den Gesundheitsbildungszentren der Region; sie verfügte über ein Jahresbudget von über 235 Millionen Dollar und beschäftigte über 5.000 Mitarbeiter.
In den letzten siebenundachtzig Jahren hat sich viel getan.
Die Historiker Lawrence Larsen und Nancy Hulston schildern in 385 Schwarz-Weiß-Fotografien die enormen Veränderungen, die stattgefunden haben, und illustrieren die Geschichte eines dramatischen institutionellen Wachstums aus bescheidensten Anfängen.
Seit ihrer Eröffnung im Herbst 1905 entwickelte sich die University of Kansas School of Medicine in kleinen Schritten. Der Fortschritt hing von der Unterstützung durch die Gesetzgebung und die Öffentlichkeit ab, die vor allem zu Beginn oft unzuverlässig war. Larsen und Hulston schildern die Entwicklung der Schule in einem kurzen Text, in Zitaten aus zeitgenössischen Quellen und in sorgfältig ausgewählten Fotos. Das fotografische Beweismaterial war so umfangreich, dass wir der Entwicklung des Kraftwerks des Medical Center ein ganzes Kapitel hätten widmen können, wenn wir es gewollt hätten, schreiben die Autoren in ihrer Einleitung.
Stattdessen konzentrierten sie sich auf die Veränderungen in den Räumlichkeiten an der 39. und Rainbow und die damit einhergehende Entwicklung der medizinischen Ausbildung dort. Die Aufnahmen zeigen Gebäude, die sich im Bau befinden, sowie Ärzte und Studenten in einer Umgebung, die von primitiven Labors aus der Jahrhundertwende bis zu den glänzenden Einrichtungen von heute reicht. Viele Fotografien zeigen Ärzte, Krankenschwestern und Studenten bei ihrer täglichen Arbeit - bei der Durchführung klinischer Untersuchungen, bei Demonstrationen in der Krankenpflege, bei der Rehabilitation von Kindern und bei der Pflege von Patienten. Andere zeigen das gesellschaftliche Leben, brüderliche Aktivitäten und Spaß. Ein faszinierender Satz von Fotos dokumentiert die Veränderungen in den Operationssälen im Laufe der Jahre.
Larsen und Hulston stellen die Entwicklung der Schule auch in einen größeren sozialen Kontext und untersuchen Programme wie den Murphy-Plan, der die medizinische Versorgung in entlegene Gebiete von Kansas bringen sollte, sowie die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf die Schule.
Dies ist ein gutes Stück mehr als ein "Coffee Table"-Buch. Es sollte seiner institutionellen Rolle gerecht werden, aber auch die Aufmerksamkeit von Medizin- und Bildungshistorikern im Allgemeinen auf sich ziehen. --Charles E. Rosenberg, Co-Autor (mit Janet Golden) von Pictures of Health: A Photographic History of Health Care in Philadelphia und Präsident der American Association for the History of Medicine.