Bewertung:

The Sea Lies Ahead von Intizar Husain erforscht die komplexe Situation der Mudschaheddin in Karatschi und konzentriert sich dabei auf die Themen Vertreibung, Erinnerungen und Identität anhand des Lebens von zwei gegensätzlichen Freunden, Jawad und Majju Bhai. Der Roman verwebt persönliche Geschichten mit umfassenderen historischen Bezügen, und die Erfahrungen der Figuren rufen ein tiefes Gefühl von Verlust und Nostalgie hervor.
Vorteile:Eine reich gewobene Erzählung, gut entwickelte Charaktere, eine wirksame Erforschung von Themen wie Vertreibung und Identität, starke emotionale Resonanz und eine lobenswerte Übersetzung, die aufschlussreiche Zusammenhänge hinzufügt.
Nachteile:Die Handlung mag einigen Lesern einfach oder langsam erscheinen, und während sie Themen wie Verlust und Nostalgie hervorhebt, zeigt sie auch ein Gefühl der Entfremdung und Passivität unter den Charakteren, was als negativ empfunden werden kann.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Sea Lies Ahead
Im Jahr 1947 gibt der junge Jawad Hassan sein Elternhaus in Indien und seine Verlobte Maimuna für ein von Jinnah gegründetes Traumland auf.
Und obwohl der neu geschaffene Staat Pakistan von einer großen Zahl eifriger Muslime bevölkert wird, die bereit sind, an vorderster Front zu kämpfen, führt der rasche Zusammenbruch von Recht und Ordnung in Karatschi dazu, dass sich viele, wie Jawad, in die Erinnerung an ihre Vergangenheit im ungeteilten Indien zurückziehen. Das bringt sie dazu, sich mit der größeren Geschichte der "Migration" und dem Aufstieg und Fall alter Städte und Zivilisationen zu befassen.
Der zweite Teil von Intizar Husains gefeierter Trilogie, The Sea Lies Ahead, setzt die Geschichte Pakistans dort fort, wo der erste Roman Basti (1979) endete: an der Schwelle zur Abspaltung von seinem östlichen Arm. Der Titel ist eine Anspielung auf die gefühllose Bemerkung von General Ayub Khan, der auf die Frage, was mit den Urdu sprechenden Muhajirs geschehen würde, die aus Indien gekommen waren und gewissermaßen ihre Boote verbrannt hatten, gesagt haben soll: "Aage samandar hai", das Meer liegt vor uns. Dies ist ein Roman über diese Muhajirs, zu denen auch der Autor selbst gehörte, die in das gelobte Land der Reinen zogen und dort auf Misstrauen, Vorurteile und Apathie stießen.
Gleichzeitig ist er ein reichhaltiges Porträt der neuen Kultur des städtischen Pakistan, die von Menschen aus den zahllosen Städten und Weilern in und um Lucknow, Meerut und Delhi gefördert wurde. Dieser Roman erweckt unvergessliche Charaktere mit seiner glänzenden Prosa zum Leben und ist eine kraftvolle Erforschung der islamischen Geschichte und die Geschichte der großen Desillusionierung Pakistans.