Bewertung:

Das Buch wird für seine Klarheit, seine wissenschaftliche Fundierung und seine Erforschung der Sozial- und Entwicklungspsychologie, insbesondere im Kontext der evolutionären Neuropsychologie, gelobt. Es wird als intellektuell anregend und wertvoll für das Verständnis der aktuellen Forschung in der Moralpsychologie angesehen.
Vorteile:⬤ Klar geschrieben, mit verständlichen Argumenten
⬤ starke wissenschaftliche Beweise
⬤ intellektuell anregend
⬤ deckt nicht ausreichend gelehrte Aspekte der Sozialpsychologie ab
⬤ ausgezeichneter Überblick über die Spitzenforschung in der Moralpsychologie.
In den Rezensionen wurden keine wesentlichen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Moral Brain: A Multidisciplinary Perspective
Ein Überblick über die neueste interdisziplinäre Forschung zur menschlichen Moral, die moralisches Empfinden als ausgeklügelte Integration kognitiver, emotionaler und motivationaler Mechanismen erfasst.
In den letzten zehn Jahren hat eine explosionsartige Zunahme der empirischen Forschung in einer Vielzahl von Bereichen es uns ermöglicht, das menschliche moralische Empfinden als eine ausgeklügelte Integration kognitiver, emotionaler und motivierender Mechanismen zu verstehen, die durch Evolution, Entwicklung und Kultur geformt wurden. Evolutionsbiologen haben gezeigt, dass sich die moralische Kognition entwickelt hat, um die Zusammenarbeit zu fördern; Entwicklungspsychologen haben nachgewiesen, dass die Elemente, die der Moral zugrunde liegen, schon viel früher vorhanden sind, als wir dachten; und Sozialneurowissenschaftler haben damit begonnen, die Gehirnschaltkreise abzubilden, die an der moralischen Entscheidungsfindung beteiligt sind. Dieser Band bietet einen Überblick über die aktuelle Forschung zum moralischen Gehirn und beleuchtet das Thema aus disziplinären Perspektiven, die von Anthropologie und Neurophilosophie bis hin zu Recht und Gesetz reichen.
Die Autoren befassen sich mit der Evolution der Moral, wobei sie sowohl Vorläufer der menschlichen Moral bei anderen Arten als auch einzigartige menschliche Anpassungen betrachten. Sie untersuchen die Beweggründe für Moral und erforschen die Rolle von Leidenschaft, extremer Aufopferung und Kooperation. Weiter geht es um die Entwicklung der Moral vom Säuglings- bis zum Jugendalter, um Erkenntnisse über neurobiologische Mechanismen der moralischen Kognition, um psychopathische Unmoral und um die Auswirkungen eines biologischeren Verständnisses der Moral auf Recht und Gesetz. Diese neuen Erkenntnisse können unsere Intuitionen über Gesellschaft und Recht in Frage stellen, aber sie können auch zu einem humaneren und flexibleren Rechtssystem führen.
Mitwirkende
Scott Atran, Abigail A. Baird, Nicolas Baumard, Sarah Brosnan, Jason M. Cowell, Molly J. Crockett, Ricardo de Oliveira-Souza, Andrew W. Delton, Mark R. Dadds, Jean Decety, Jeremy Ginges, Andrea L. Glenn, Joshua D. Greene, J. Kiley Hamlin, David J. Hawes, Jillian Jordan, Max M. Krasnow, Ayelet Lahat, Jorge Moll, Caroline Moul, Thomas Nadelhoffer, Alexander Peysakhovich, Laurent Pr t t, Jesse Prinz, David G. Rand, Rheanna J. Remmel, Emma Roellke, Regina A. Rini, Joshua Rottman, Mark Sheskin, Thalia Wheatley, Liane Young, Roland Zahn.