Bewertung:

Das Buch dokumentiert die Expedition von Katherine Pease Routledge auf die Osterinsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts und verbindet Reiseberichte mit anthropologischen Erkenntnissen. Es bietet einen faszinierenden Blick sowohl auf die Reise als auch auf die Kultur der Insel, wenn auch durch eine nach heutigen Maßstäben veraltete Linse betrachtet.
Vorteile:⬤ Gut recherchierter und fesselnder Bericht
⬤ anschaulich detaillierte Beschreibungen der Reise und der Osterinsel
⬤ ergänzt durch Fotos und Zeichnungen
⬤ bietet historische Einblicke in die Osterinsel und das Reisen im frühen 20.
⬤ Veraltete Sprache und gelegentliche Herablassung gegenüber der lokalen Bevölkerung
⬤ einige Ausgaben leiden unter schlechtem Druck, einschließlich OCR-Fehlern und fehlenden Illustrationen
⬤ große Teile des Buches konzentrieren sich auf die Reise zur Osterinsel und nicht auf die Insel selbst
⬤ gemischte Kritiken zur Qualität der Fotografien
⬤ einige Leser fanden den Schreibstil schwierig oder langweilig.
(basierend auf 41 Leserbewertungen)
The Mystery of Easter Island
Wir machten uns an die Arbeit und gruben einige der Statuen aus, die am Hang des Raraku-Bergs standen.
Den Eingeborenen war es völlig gleichgültig, ob sie arbeiteten oder nicht, aber indem wir hohe Löhne zahlten und jede Menge Hammelfleisch gaben, konnten wir zu dieser Zeit ein gewisses Maß an prekären Arbeitskräften für die Ausgrabungen und Lagerarbeiten bekommen. Alle, einschließlich meiner Magd, fuhren jedes Wochenende ins Dorf, und es war immer eine Frage der Sorge, ob sie jemals zurückkehren würden.
-aus Kapitel XII Der erste eingehende Blick der westlichen Anthropologie auf eine isolierte Kultur ist auch eine abenteuerliche Geschichte einer Weltreise. Im Februar 1913 stach die Archäologin Katherine Routledge mit einer kleinen Mannschaft und der Unterstützung der British Association for the Advancement of Science, des British Museum und der Royal Geographical Society auf einer eigens gebauten Yacht in See, um die Osterinsel zu besuchen und die geheimnisvollen Statuen der Insel zu katalogisieren, die Einheimischen zu befragen und ihre Kultur, Folklore und Traditionen zu dokumentieren. Ihre wissenschaftliche Arbeit ist tadellos - dieses Werk aus dem Jahr 1919 gilt immer noch als grundlegend -, aber ihr lebendiger Schreibstil und ihre praktische Perspektive machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen, das sowohl Reisende als auch Hobby-Ethnographen begeistert.
Die britische Archäologin KATHERINE ROUTLEDGE (1866-1935) studierte an der Universität Oxford. Sie schrieb auch das Buch With Prehistoric People (1910) über ihre Erfahrungen in Afrika nach dem Burenkrieg.