Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefe und gründliche Untersuchung des Konzepts der gemeinschaftlichen Erwählung und fördert eine respektvolle Analyse der biblischen Texte. Es stellt die traditionellen Ansichten des Calvinismus und des Arminianismus in Frage und legt überzeugend dar, dass es bei der Erwählung nicht um die individuelle Erlösung geht, sondern um eine gemeinsame Auswahl des Gottesvolkes. Während viele die umfassende Behandlung loben, finden einige Leser, dass es an neuen Einsichten mangelt und wichtige Gegenargumente nicht eingehend behandelt werden.
Vorteile:⬤ Bietet eine tiefgründige und klare Darstellung der gemeinschaftlichen Erwählung.
⬤ Ein respektvoller und vernünftiger Ansatz, der verschiedene Standpunkte berücksichtigt.
⬤ Gründliche Untersuchung der Heiligen Schrift, insbesondere der Texte des Neuen Testaments.
⬤ Umfassende Behandlung des historischen und jüdischen Kontexts, der für die Erwählung relevant ist.
⬤ Bietet eine erfrischende alternative Perspektive, die etablierte theologische Rahmenwerke in Frage stellt.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass die dargelegten Einsichten nicht besonders neu sind.
⬤ Kritik, dass es sich nicht ausreichend mit den wichtigsten Beweistexten gegen seine Behauptungen auseinandersetzt.
⬤ Der Aufbau des Buches könnte die Leser frustrieren, da die Kommentare zu bestimmten Passagen verstreut sind.
⬤ Bedenken, dass es der Behandlung des Alten Testaments und wichtiger theologischer Debatten an Tiefe mangelt.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
The New Chosen People, Revised and Expanded Edition
Die Kontroverse über die Erwählung der Menschen zum Heil durch Gott geht weiter. Sind nur die Wenigen auserwählt? Dr.
William Klein geht nicht wie üblich von den Vorurteilen der systematischen Theologie aus, sondern nimmt sich dieser Frage an, indem er nach einer biblischen Theologie der Erwählung sucht. Er untersucht die alttestamentlichen Kontexte, in denen Gott Einzelpersonen - Propheten, Priester, Könige - auswählt, um göttlichen Zwecken zu dienen, und betrachtet Gottes Erwählung des Volkes Israel als sein besonderes Volk. Diese alttestamentliche Studie zeigt, dass Gottes Erwählung sowohl individuell als auch gemeinschaftlich, aber nicht immer determinierend ist.
Einzelne Menschen wurden durch Geburt in das Volk Gottes aufgenommen, aber nicht alle fanden das Heil. Der Glaube an Jahwe war erforderlich.
In diesem Buch wird dieses Wahlverständnis in der intertestamentlichen Literatur nachgezeichnet, wobei Kontinuitäten und Verschiebungen herausgearbeitet werden. Der Hauptteil der Studie und das Herzstück der Argumentation konzentriert sich auf das Neue Testament. Klein zeigt die Konzepte der Erwählung und die Beziehungen zwischen den Verfassern der Evangelien, dem lukanischen Material, den Schriften des Paulus und dem Rest auf.
Der neue Bund, in dem Gott die Kirche in Christus erwählt, betont die Erwählung als gemeinschaftliche, während die individuelle Erwählung der Jünger Jesu und des Paulus die Frage aufwirft, ob eine solche Erwählung notwendigerweise heilsbringend ist. Abschließend erörtert Klein die spannendsten und umstrittensten Fragen im Zusammenhang mit der Erwählung durch Gott und stellt eine echte Herausforderung für die heutige Kirche dar.