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New Testament Christianity in the Roman World
Was bedeutete es, im Römischen Reich ein Christ zu sein? In einem der ersten Titel der neuen Oxford-Reihe Essentials in Biblical Studies betrachtet Harry O. Maier die vielschichtigen sozialen Kontexte, die die Autoren und das Publikum des Neuen Testaments prägten.
Beginnend mit dem Kosmos und den Göttern stellt Maier konzentrische Bereiche des Einflusses auf die neue religiöse Bewegung der Christus-Anhänger vor. Der nächste Bereich ist der des Reiches selbst und der Einfluss, den der Kaiserkult auf die Gläubigen einer einzigen Gottheit ausübte. Innerhalb des Reiches entwickelte sich das frühe Christentum vor allem in den Städten, deren Gestalt oft die Form des Glaubens beeinflusste.
Die Familie war die soziale Einheit, in der der Glaube im Alltag am deutlichsten zum Ausdruck kam, und schließlich untersucht Maier die Rolle des persönlichen und individuellen Bekenntnisses zur Religion bei der Ausgestaltung der christlichen Erfahrung in der römischen Welt. In all diesen verschiedenen Bereichen werden Konzepte des Opfers, des Glaubens, des Mäzenatentums, der Armut, des Judentums, der Integration in das städtische Leben und der sozialen Konstitution der Identität als wichtige Facetten des frühen Christentums als gelebte Religion untersucht.
Maier ermutigt die Leser, das frühe Christentum nicht einfach als eine abstrakte und unzusammenhängende Reihe von Glaubensvorstellungen und Praktiken zu betrachten, sondern als eine Vielzahl von sozialen Interaktionen und Pluralismen. Die Religion hört somit auf, als eine einzige Identität zu existieren, und fungiert stattdessen als eine Sphäre, in der unzählige Identitäten koexistieren.