
The Oxford Handbook of Education and Globalization
Die Globalisierung ist zu einem der am häufigsten wiederkehrenden Begriffe in den Sozial- und Politikwissenschaften geworden.
Meistens wird das Konzept jedoch ohne eine richtig ausgearbeitete Theorie behandelt, die seinen historischen Ursprung und seine Ausbreitung erklären könnte. Für Bildungsforscher, die zu klären versuchen, wie sich globale Veränderungen und Prozesse auf ihr Fachgebiet auswirken, ist diese Situation problematisch.
Das Oxford Handbook on Education and Globalization bringt auf einzigartige Weise führende Autoren der Sozialtheorie und der Politikwissenschaft zusammen und reflektiert, wie diese beiden unterschiedlichen disziplinären Ansätze mit der Beziehung zwischen Globalisierung und Bildung umgehen. Teil I entwickelt einen engeren Dialog zwischen der Sozialtheorie, die sich seit langem mit Theorien der Globalisierung befasst, und der Bildungsforschung. Er präsentiert, diskutiert und vergleicht drei wichtige Versuche, den Prozess der Globalisierung und seine Beziehung zur Bildung zu theoretisieren: die neoinstitutionalistische Theorie der Weltkultur, die materialistische und die Herrschaftsperspektive sowie Luhmanns Theorie der Weltgesellschaft.
In Teil II werden die politischen und institutionellen Faktoren analysiert, die die Umsetzung globaler Reformen auf nationaler und lokaler Ebene beeinflussen, wobei die Rolle unterschiedlicher Kontexte bei der Gestaltung der politischen Ergebnisse hervorgehoben wird. Er setzt sich mit den bestehenden Globalisierungsdebatten vor allem im Bereich der öffentlichen Ordnung und der vergleichenden Politik auseinander und untersucht die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Globalisierung auf nationale Bildungssysteme, ihre Organisationen und Institutionen.