
The Oxford Handbook of Time and Politics
Die enge Verbindung zwischen Zeit und Politik ist ein zentrales Thema vieler politischer Debatten. Turbulenzen, Notfälle und Krisenpolitik haben zur Kritik an der Marginalisierung von beratenden Institutionen, insbesondere von Parlamenten, geführt, da der Zeitdruck die Entscheidungsfindung in kleinen Kreisen konzentriert zu haben scheint.
Nicht-mehrheitliche Institutionen, die nicht dem Wahlrhythmus folgen, wie z.B. Zentralbanken, sollen an Macht gewonnen haben. Einige Beobachter befürchten, dass die Zeit der Demokratie abgelaufen ist.
Im Gegensatz dazu kritisieren viele Analysten der öffentlichen Politik die Demokratie für ihre Zeithorizonte bei Wahlen. Das Oxford Handbook On Time And Politics ist die erste große Publikation, die einen Überblick über die zeitzentrierte Forschung in der Politikwissenschaft in allen ihren Unterdisziplinen gibt.
Als solches integriert und konsolidiert es einen im Entstehen begriffenen Wissenskorpus, zielt aber auch darauf ab, die zukünftige Wissenschaft zu inspirieren. Das Handbuch hebt hervor, dass die systematische Beachtung der Zeit in der politischen Analyse Fragen und Erkenntnisse hervorbringt, die für ein sehr breites Spektrum von Politikwissenschaftlern, die in unterschiedlichen theoretischen, methodologischen und epistemologischen Traditionen arbeiten, von Bedeutung sind.
Das Handbuch deckt die Bereiche Vergleichende Politik und Regierung, Öffentliche Ordnung, Internationale Beziehungen und Politische Theorie ab und wird von Autoren aus mehr als einem Dutzend Ländern verfasst, was es zu einer wichtigen Ressource für Wissenschaftler und Studenten in einem breiten Spektrum der Politikwissenschaft macht - zur Verfügung gestellt vom Verlag.