
The Paradox of Power: Statebuilding in America, 1754-1920
Die politische Geschichte Amerikas ist ein faszinierendes Paradoxon. Die Vereinigten Staaten wurden mit der Mahnung geboren, dass die Regierung eine Bedrohung für die Freiheit darstellt.
Diese Befürchtung wurde zur Grundlage der staatsbürgerlichen Ideologie der Nation und war in ihrer Verfassungsstruktur verankert. Die Geschichte des öffentlichen Lebens in den Vereinigten Staaten zeigt jedoch die Entstehung eines enorm mächtigen Nationalstaates im neunzehnten Jahrhundert. Um 1920 waren die Vereinigten Staaten das wohl mächtigste Land der Welt.
In The Paradox of Power zeichnet Ballard C. Campbell diese Entwicklung nach und bietet eine Erklärung dafür, wie es dazu kam.
Campbell vertritt die Auffassung, dass der amerikanische Staat seine Wurzeln in der kolonialen Erfahrung des Landes hat, und analysiert die Beweise dafür, indem er die Regierungsführung auf allen Ebenen des amerikanischen Gemeinwesens - auf lokaler, bundesstaatlicher und nationaler Ebene - zwischen 1754 und 1920 untersucht. Campbell stellt fünf entscheidende kausale Bezüge her: Krieg, Geografie, wirtschaftliche Entwicklung, Kultur und Identität (einschließlich Staatsbürgerschaft und Nationalismus) sowie politische Kapazitäten.
Der letzte Faktor umfasst Recht und Konstitutionalismus, Verwaltung und politische Parteien. The Paradox of Power leistet einen wichtigen Beitrag zu unserem Verständnis des amerikanischen Staatsaufbaus, indem es die grundlegende Rolle der lokalen und bundesstaatlichen Regierungsführung hervorhebt, um städtische, bundesstaatliche und nationale Regierungen erfolgreich zu integrieren und ein zusammengesetztes und umfassendes Bild der Entwicklung der Regierungsführung in Amerika zu zeichnen.