
The Paradox of Paradise: Creative Destruction and the Rise of Urban Coastal Tourism in Contemporary Spanish Culture
Das Paradox des Paradieses konzentriert sich auf die Entwicklung des städtischen Küstentourismus in Spanien von den späten Franco-Jahren bis in die Gegenwart durch die Linse der spanischen Kulturproduktion. "Sonnen- und Vergnügungsorte wie Torremolinos (an der Costa del Sol) und Benidorm (an der Costa Blanca) etablierten ein Modell für die Stadterneuerung, das die Küsten buchstäblich für die Aufnahme und Ausweitung des ausländischen Tourismus als treibende Kraft des so genannten spanischen Wirtschaftswunders aufbaute.
Dieses Projekt fügt sich nicht nur in den Rahmen der iberischen Stadtforschung ein (die in der Regel von Studien über Madrid und Barcelona dominiert wird), sondern betritt auch Neuland, indem es unerforschte kulturelle Artefakte in den Vordergrund rückt, die für die Darstellung der Entwicklung der spanischen Küsten von entscheidender Bedeutung sind: insbesondere die allgegenwärtige touristische Postkarte, die nicht nur das Wirtschaftswunder der Nach-Franko-Ära vorantreibt, sondern auch die Transformation der spanischen Landschaft entlang der Küsten hervorhebt.
The Paradox of Paradise zeigt mehr als fünfundzwanzig eindrucksvolle Bilder von spanischen Küstenlandschaften, die sich in einer Phase des Erwachsenwerdens befinden. William Nichols hat ein seltsames, selbstbewusstes Archiv erschlossen, das uns ebenso viel über unser eigenes Zeitalter der Werbung erzählt wie über die gezeigten Hotels, Ferienorte und Menschen.