
Provincial Cilicia and the Archaeology of Temple Conversion
Dies ist eine Studie über die Christianisierung der gebauten Umwelt: die physische Manifestation des Übergangs vom Heidentum zum Christentum im griechischen Osten.
Der Kern der Arbeit besteht aus einer archäologischen Untersuchung der Tempelkonversion im Hinblick auf bauliche Mechanik, Logistik, Chronologie und sozio-politische Implikationen. Der Autor nimmt eine Neubewertung des Schicksals der Tempel vor - ihre Entweihung, Zerstörung, Erhaltung, Aufgabe und Wiederverwendung -, indem er die historischen Aufzeichnungen durch Bezugnahme auf die Fülle der verfügbaren archäologischen Belege ergänzt und in Frage stellt.
Detaillierte Kapitel über die Mechanik und Chronologie bestimmter Formen von Umnutzungsszenarien veranschaulichen die Entstehung eines architektonischen Vokabulars für die Umnutzung von Tempeln ab der Mitte des fünften Jahrhunderts. Um die Auswirkungen des Wandels auf lokaler Ebene beurteilen zu können, werden diese primären Fragen anhand der Archäologie der Provinz Kilikien behandelt. Archäologische, historische und epigraphische Zeugnisse von über 250 Bauwerken, bei denen der Einfluss eines bereits bestehenden Tempels festgestellt wurde, wurden in eine sehr detaillierte Datenbank aufgenommen, die eine Plattform für das Informationsmanagement und die Analyse von Trends im Schicksal der Tempel bietet.
Indem sie über die subjektiven Erzählungen der primären historischen Quellen hinausgeht, zeigt diese Studie, dass die archäologischen Zeugnisse uns ein tieferes Verständnis für die Komplexität und Variabilität der Tempelkonversion, wie sie in einzelnen städtischen Kontexten stattfand, vermitteln können. Dies ermöglichte die Formulierung eines kohärenteren Bildes ihrer Bedeutung und Situation in der kulturellen und physischen Transformation der spätantiken Stadt.